Böller und Flaschen geworfen

Rassismus bei der Polizei: Demo in Frankfurt

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Frankfurt - Über 1000 Menschen haben sich zu einer Demonstration gegen Rassismus bei der Polizei in Frankfurt versammelt. Der Auslöser: Ein 41 Jahre alter Deutscher äthiopischer Herkunft soll von mehreren Polizisten in einer U-Bahn-Station zusammengeschlagen worden sein.

Nach dem mutmaßlichen Übergriff von Frankfurter Polizisten auf einen Deutsch-Äthiopier haben gestern Abend etwa 1100 Menschen in der Bankenstadt gegen Rassismus demonstriert. Teilnehmer des Aufzugs hätten auf dem drei bis vier Kilometer langen Weg durch die Stadt vereinzelt Böller und Flaschen geworfen, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Vier bis fünf Kollegen hätten deshalb möglicherweise ein Knalltrauma erlitten. Außerdem seien an manchen Gebäuden leichte Schäden entstanden. Der Aufzug sei schließlich aber friedlich beendet worden. Festnahmen gab es nicht.

Demo gegen Rassismus bei der Polizei

Rund 1000 Menschen haben sich zu einer Demonstration gegen Rassismus bei der Polizei in Frankfurt versammelt. Der Auslöser: Ein 41 Jahre alter Deutscher äthiopischer Herkunft soll von mehreren Polizisten in einer U-Bahn-Station zusammengeschlagen worden sein.

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Mehrere Polizisten sollen einen 41-jährigen Deutsch-Äthiopier nach einer Fahrkartenkontrolle in einer U-Bahn-Station bewusstlos geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb wegen Körperverletzung im Amt. Innenminister Boris Rhein (CDU) warnte am Donnerstag vor einem vorschnellen Urteil. Es sei nun Aufgabe der Staatsanwaltschaft, die Vorwürfe zu untersuchen, erklärte er in Wiesbaden. Rassismus habe in der hessischen Polizei keinen Platz, betonte Rhein. Da es aber gegensätzliche Darstellungen zu dem Vorfall gebe, müsse das Ergebnis der Ermittlungen abgewartet werden.

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Nach einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ war der Diplom-Ingenieur am Abend des 17. Oktober von den Beamten verprügelt worden, weil er sich nach einer Fahrkartenkontrolle nicht fesseln lassen wollte. Der Mann hatte zwar einen gültigen Fahrausweis, aber keinen Personalausweis dabei.

dpa

Quelle: op-online.de

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