Ratenkredit: Was Sie darüber wissen müssen

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Ein Ratenkredit ist in Deutschland eine gängige Art der Finanzierung, zum Beispiel wenn Sie ein neues Auto kaufen.

Das Auto ist kaputt – Totalschaden. Jetzt muss schnell ein neues her, aber Ihre Rücklagen reichen nicht aus. Was tun? Ganz einfach: Sie nehmen einen Ratenkredit auf. Hier erfahren Sie, was es damit auf sich hat.

Ein Ratenkredit ist ein Darlehen, bei dem Ihnen ein Kreditinstitut eine größere Summe Geld leiht. Sie bezahlen diese Summe in Raten zurück. Vorab schließen Sie einen Vertrag, in dem zum Beispiel geregelt ist,

  • wann die Raten fällig und wie hoch sie sind,
  • wie hoch die Zinsen sind,
  • bis wann Sie den Ratenkredit vollständig zurückbezahlen müssen und
  • welche Sicherheiten Sie bieten.

In der Regel bezahlen Sie den Ratenkredit durch monatliche, exakt festgelegte Beträge zurück. Die Raten setzen sich aus diesen Komponenten zusammen:

  • Mit der Tilgung bezahlen Sie den Betrag zurück, den Sie dem Kreditinstitut schulden.
  • Die Zinsen sind die Kosten, die die Bank dafür verlangt, dass sie Ihnen Geld leiht. Wenn Sie nur die Zinsen bezahlen, bleibt die Summe, die Sie schuldig sind, gleich.
  • Dazu kommen bei einigen Kreditinstituten die Bearbeitungsgebühren.

In der Regel haben Sie einen großen Spielraum bei der Kreditsumme: Beginnend bei kleineren Beträgen, zum Beispiel 2.000 Euro, kann sich die Gesamtsumme auf bis zu 50.000 Euro belaufen – manchmal sogar noch mehr. Auch die Laufzeiten variieren: Bis zu 84 Monate gelten als üblich, in Ausnahmefällen kann der Vertrag auch länger laufen.

Ratenkredit: Bank oder Händler

Einen Ratenkredit bekommen Sie bei Banken und Direktbanken – aber nicht nur dort. Auch Autohändler, Versandhäuser, Möbelhäuser und andere Händler vergeben solche Kredite. Dort laufen sie oft unter einer anderen Bezeichnung, zum Beispiel Autokredit, Anschaffungsdarlehen, Warenkredit oder Ratenzahlungsvereinbarung.

Die Motive, Ihnen einen Kredit zu gewähren, unterscheiden sich:

  • Die Banken erzielen ihren Gewinn durch die Zinsen, die Sie bezahlen. Sie interessieren sich nicht dafür, welche Ware Sie bei wem kaufen.
  • Die Händler wollen in erster Linie, dass Sie ihre Ware sofort kaufen, und bieten deshalb einen Ratenkredit als Finanzierungsmöglichkeit an. Die Zinsen sind für sie meist zweitrangig. Deshalb bekommen Sie bei vielen Händlern Ratenkredite zu günstigeren Konditionen als bei Banken.

Vergleichen hilft sparen

Wenn Sie einen Ratenkredit beantragen, entscheidet die Bank, ob und in welcher Höhe sie Ihnen das Darlehen gewährt. Das hängt vor allem von Ihrer Bonität ab – also zum Beispiel davon, ob Sie einen festen Arbeitsvertrag haben und wie hoch Ihr Einkommen ist. Manche Banken verlangen Sicherheiten, andere verzichten darauf. Üblich ist eine sogenannte Lohn- und Gehaltsabtretung, bei der Sie Ihre Lohn- oder Gehaltszahlungen als Sicherheit eintragen lassen.

Vergleichen Sie ausführlich die verschiedenen Angebote und prüfen Sie, zu welchen Konditionen Sie ein Darlehen bekommen, bevor Sie sich für einen Ratenkredit entscheiden. Dabei helfen Ihnen die Vergleichs- und Testportale im Internet, zum Beispiel Stiftung Warentest.

Quelle: op-online.de

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