Raub beim Hütchenspiel: Fünf Männer vor Gericht

Frankfurt - Beim „Hütchenspiel“ sollen fünf Männer im Frankfurter Bahnhofsviertel zwei Mitspieler ausgeraubt haben. Seit heute stehen die Angeklagten im Alter zwischen 21 und 50 Jahren vor dem Landgericht Frankfurt.

Die beiden Opfer hatten im September vergangenen Jahres versucht, das Hütchen zu erraten, unter dem die Kugel verborgen lag. Als einer der beiden Manipulationen verhindern wollte, indem er mit dem Fuß auf das Hütchen trat, wurde er zu Boden gestoßen. Hinterher fehlten ihm 2500 Euro Bargeld. Auch der andere Mitspieler büßte eine größere Summe ein.

Am ersten Verhandlungstag verweigerten die Angeklagten die Aussage. Acht weitere Mitbeschuldigte, gegen die aber nur wegen Betrugs verhandelt wird, sollen von kommenden Februar an vor Gericht stehen. Das Hütchenspiel kam im Bahnhofsviertel zu Beginn der 90er Jahre auf. Es wird vor allem von Kosovo-Albanern gespielt. Seinerzeit beschäftigte sich sogar der Bundesgerichtshof mit der Frage, ob das Spiel als verbotenes Glücksspiel oder aber lediglich als Geschicklichkeitsspiel anzusehen ist.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Edith Ochs / pixelio.de

Kommentare