Nach Razzia bei Fotografen

Bilder werden vorerst nicht ausgewertet

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Die bei mehreren Fotografen sichergestellten Bilder von einer Frankfurter Demonstration im März 2012 werden nach Protesten von Betroffenen vorerst nicht ausgewertet.

Frankfurt - Die bei mehreren Fotografen sichergestellten Bilder von einer Frankfurter Demonstration im März 2012 werden nach Protesten von Betroffenen vorerst nicht ausgewertet.

Entsprechende Medienberichte bestätigte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag. Derzeit werde geprüft, ob die Aufnahmen tatsächlich für journalistische Zwecke gemacht worden seien. Sobald dies feststehe, würden die Bilder zurückgegeben.

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Bei der Demonstration gegen die Finanzpolitik war damals ein Polizist von Unbekannten angegriffen worden. Auf der Suche nach Beweismaterial hatten Ermittler am Mittwoch Wohnungen von acht Fotografen in fünf Bundesländern durchsucht und Bilder sichergestellt. Die Journalisten-Union in der Gewerkschaft Verdi sprach von einer ungeheuerlichen Aktion, die gegen die Pressefreiheit verstoße. Betroffene legten Widerspruch ein.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass Fotos von Journalisten nur beschlagnahmt werden dürfen, wenn damit ein Verbrechen aufgeklärt werden kann, also eine Tat, auf die mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe steht. Im Fall der Demonstration gingen die Ermittler von gefährlicher Körperverletzung aus. Die Mindeststrafe dafür beträgt sechs Monate.

dpa

Quelle: op-online.de

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