Darmstädter SPD diskutiert neue Lage für OB-Wahl

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Nach monatelangem Machtkampf will die SPD für die OB-Wahl nun doch mit Amtsinhaber Walter Hoffmann ins Rennen gehen.

Darmstadt - Die überraschende Wende der Darmstädter SPD in der Kandidatenfrage für die Oberbürgermeisterwahl im nächsten Jahr sorgt in der Partei für Gesprächsstoff.

„Ich bekomme ständig Reaktionen“, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Hanno Benz heute. „Das muss sich alles erst einmal setzen.“ Zu Details wollte er sich nicht äußern.

Nach monatelangem Machtkampf will die SPD für die OB-Wahl nun doch mit Amtsinhaber Walter Hoffmann ins Rennen gehen. Eine Kampfkandidatur zwischen dem 57-Jährigen und seinem Stellvertreter, Parteichef Wolfgang Glenz (58), ist vom Tisch. Glenz zog seine Bewerbung zurück. Die SPD hätte vor einer Zerreißprobe gestanden. Glenz hatte bei der Bekanntgabe seines Rückzuges gestern Abend gesagt, zwischen ihm und Hoffmann habe hinsichtlich der Zustimmung ein Kopf-an-Kopf-Rennen bestanden.

„Durcheinander in der SPD“

Die Darmstädter CDU sprach von einem „Durcheinander in der SPD“. Schließlich hätten Teile der Partei in der Vergangenheit offen Kritik an Hoffmann geäußert. Hoffmann hatte Ende Februar im Vorstand bei einer Abstimmung über eine zweite Nominierung zum OB-Kandidaten keine Mehrheit mehr bekommen. Er hatte es abgelehnt, im nächsten Jahr auch den Spitzenplatz auf der Kommunalwahlliste einzunehmen. Diesen soll nun der Landtagsabgeordnete Michael Siebel besetzen.

Nach dem Scheitern Hoffmanns machte sich eine Findungskommission auf die Suche - aber auch die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries winkte ab. Schließlich entschloss sich Glenz zur Kandidatur, die er jetzt wieder zurückzog. Glenz gibt auch die Führung der Darmstädter SPD ab. Beim Parteitag am 19. Juni soll sein Stellvertreter Benz an die Spitze gewählt werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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