Vergleich zwischen Emig und hr

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Jürgen Emig

Frankfurt - Der langjährige Rechtsstreit zwischen dem Hessischen Rundfunk (hr) und seinem früheren Sportchef Jürgen Emig (67) ist beendet.

Beide Seiten hätten sich am Freitag vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht in Frankfurt auf einen Vergleich geeinigt, mit dem sie das Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt aus dem Jahr 2011 akzeptieren. Das meldet die Nachrichtenagentur epd. Das Gericht hatte damals die Kündigungsschutzklage Emigs abgewiesen und zugleich entschieden, dass der Ex-Sportchef dem Sender 1,1 Millionen Euro Schadenersatz zahlen muss. Beide Parteien hatten Berufung eingelegt. (AZ: 8 Sa 883/11, 8 Sa 847/11).

hr forderte 1,7 Millionen Euro

Der hr hatte ursprünglich 1,7 Millionen Euro gefordert, die sich aus mehreren Positionen zusammensetzten. 800 000 Euro betrafen nicht weitergeleitete Sponsoringgelder und Produktionskostenzuschüsse, die der Sender für sich beanspruchte. Mehr als 500 000 Euro wurden für die Kosten einer Wirtschaftsprüfergesellschaft gefordert, die 2005 im Auftrag des hr die Vorgänge um Emig aufklären sollte. Die Aufwendungen für diese Prüfung hatte das Arbeitsgericht aber überwiegend nicht anerkannt.

Emig war 2008 wegen Bestechlichkeit als Amtsträger und Untreue zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Der hr hatte Emig bereits im Sommer 2005 fristlos gekündigt. Der nun geschlossene Vergleich sieht vor, dass der hr die Emig zustehenden Betriebsrentenzahlungen einbehalten darf. Im Gegenzug verzichtet der Sender weitestgehend auf Vollstreckungsmaßnahme.

isi

Quelle: op-online.de

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