Region arbeitet nun sportlich zusammen

Dietzenbach/Frankfurt ‐ Ein neuer Verein will die „Sportregion Rhein-Main“ bekannter machen und sich um die Vernetzung von Breiten- und Profisport kümmern. Von Christian Riethmüller

Der Verein trägt die Region im Namen und nennt sich „Frankfurt RheinMain Sportinitiative e.V.“ Als Gründungsmitglieder gehören ihm die Stadt Frankfurt und der Kreis Offenbach an, außerdem die Sportkreise Frankfurt, Offenbach, Hanau, Hochtaunus, Groß-Gerau, Main-Taunus und Wetterau sowie die Agentur „sports-comm“ und Eintracht Frankfurt. Wie Roland Frischkorn, der Vorsitzende des Vereins, gestern bei der Vorstellung der Initiative in Frankfurt sagte, sind weitere Kommunen, Land- und Sportkreise sowie auch Profi-Clubs eingeladen, dem Verein beizutreten.

Den Vorgänger „Sportinitiative Frankfurt RheinMain gGmbH“ finden Sie im Internet unter wepowersports.de.

Diese Sportinitiative, die ihren Sitz in Dietzenbach hat und mittelbar die Interessen von immerhin 2250 Vereinen in sieben Sportkreisen mit insgesamt mehr als 708.000 Mitgliedern vertreten will, ist nicht aus einer spontanen Idee heraus entstanden, sondern folgt der Sportinitiative Frankfurt nach, einer gemeinnützigen GmbH, die zu Anfang diese Jahrzehnts den Profi- und den Breitensport in Frankfurt miteinander vernetzen wollte. Ihre Gesellschaftsform als GmbH brachte diese Initiative aber im Dschungel der Steuergesetze zu Fall. Um dem Dickicht der Formalitäten diesmal zu entgehen, wurde nun die Form des Vereins gewählt, der von Beiträgen seiner Mitglieder, aber auch Spenden getragen werden soll.

Mit der Ausweitung auf die Region will die Sportinitiative den Slogan „Sport ist grenzenlos“ mit Leben erfüllen und durchaus über die Landesgrenzen blicken. Rhein-Main reicht in diesem Sinn also durchaus bis nach Mainz, Miltenberg und Aschaffenburg bis vor die Tore Gießens.

Wie Peter Dinkel, Vorsitzender des Sportkreises Offenbach und stellvertretender Vorsitzender der Frankfurt RheinMain Sportinitiative sagte, hat der neue Verein vor allem die 16 Sportkreise in Südhessen im Visier. Die sollen allesamt dafür gewonnen werden, sich über die Initiative an der regionalen Sportentwicklungsplanung, am Aufbau eines Sportportals im Internet und an der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen zu beteiligen.

Sport als „Integrationsmotor“

Daneben soll die Sportinitiative die Region im Wettbewerb um sportliche Großereignisse wie etwa das Deutsche Turnfest positionieren und die Kontakte zwischen Profi-Clubs und Amateursportvereinen intensivieren. Außerdem habe die Initiative „wichtige gesellschaftliche Fragen im Blickfeld“, sagte Peter Walter (CDU), Landrat des Kreises Offenbach. Sport sei nicht nur ein Stück Außendarstellung der Region sowie ein Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein „Integrationsmotor“. Nirgendwo ließen sich Menschen leichter in die Gesellschaft integrieren als im Sportverein.

Die ehrenamtlich getragene Sportinitiative sei aber auch ein weiteres Zeichen für die vermehrte Zusammenarbeit der Kommunen und Institutionen in der Region, lobte der Frankfurter Stadtrat Markus Frank (CDU). Man richte die Kanonen nicht mehr auf den Nachbarn, sondern gehe entscheidende Schritte aufeinander zu.

Der Vorstand der Frankfurt RheinMain Sportinitiative e.V. wird Mitglieder für ein Kuratorium berufen, das auf der ersten Mitgliederversammlung im März 2010 vorgestellt werden soll.

Quelle: op-online.de

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