Regionale Schönheiten

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Von links: Christian Rathke, Leiter des Deutschen Ledermuseums, stellt zusammen mit Sabine von Bebenburg, Aufsichtsratsvorsitzende der Kulturregion Frankfurt, und ihrem Kollegen Thomas Will die Broschüre „Museen und Sonderausstellungen 2012“ vor.

Offenbach (sef) - Die neue Broschüre „Museen und Sonderausstellungen“ ist ab sofort kostenlos in Rat- und Bürgerhäusern sowie in Infocentern für Touristen erhältlich. Den 68 Seiten zählenden Kulturführer stellte gestern die „Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main GmbH“ im Ledermuseum in Offenbach vor.

Die mittlerweile dritte Ausgabe gibt einen Jahresüberblick zu 59 Museen und den Programmen zahlreicher Ausstellungen in der Umgebung.

„Kulturarbeit bekommt mehr Beachtung, wenn man sie gemeinsam angeht“, sagte auf der Pressekonferenz Thomas Will, Landrat des Kreises Groß-Gerau und Aufsichtsratsvorsitzender der „Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main“, zum Gedanken hinter der Broschüre. Auf sich alleine gestellt könne es sich für die einzelnen Häuser und Ausstellungen dagegen schwierig gestalten, Werbung überregional zu potenziellen Besuchern zu transportieren.

Regionale Angebote hervorheben

Die Veranstaltungen und Museen ordnet der Kulturführer alphabetisch nach den Namen ihrer Heimatstädte, und das in Verbindung mit einem kurzen Porträt der jeweiligen Stadt. So will die Broschüre die regionalen Vorzüge in puncto Kulturangebot deutlich hervorheben. „Wir zeigen hier auch die Schönheit der Region, die sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließt“, erklärte Will. Einzelne Museen ließen sich als „Leuchttürme“ der Broschüre schwierig hervorheben, das liege ganz im Auge des Betrachters.

Ist die Auflage von 60.000 auf 70.000 auch nur leicht gestiegen, so hat sich die Zahl der teilnehmenden Häuser im Vergleich zu 2010, dem Geburtsjahr der Broschüre, um 26 deutlich erhöht. Alle Museen seien jedoch nicht enthalten. Der Grund hierfür liege in Mindestanforderungen bei Fragen der Qualität. Solche Voraussetzungen könnten beispielsweise die Öffnungszeiten betreffen.

Noch nicht alle Museen vertreten

Der Initiator, die „Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main gGmbH“, ist ein freiwilliger, die Bundesländer übergreifender Zusammenschluss von 32 Gemeinden, Städten und Bezirken. Ziel der Gesellschaft ist die Vermarktung der regionalen Kultur.

Pro Seite in der Broschüre zahle ein Museum rund 500 Euro, erläutert Corinna Molitor von der Projektleitung. Inwieweit sich die Investition rechne, sei schwer auszumachen. „Aber ich habe schon oft gehört, dass Besucher mit der Broschüre in der Hand in die Museen kommen.“ Mehr Informationen finden sich auch auf der Website der Kulturregion.

Quelle: op-online.de

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