FrankfurtRheinMain behält Sitz in der Poststraße

Regionalverband verwirft Umzugspläne

Frankfurt - Mit Umzugsplänen hatte der Regionalverband FrankfurtRheinMain in Gestalt seines Direktors Ludger Stüve (SPD) in den vergangenen Wochen für Gesprächsstoff gesorgt. Von Christian Riethmüller

Stüve hatte laut darüber nachgedacht, den jetzigen Verbandssitz in unmittelbarer Nachbarschaft des Frankfurter Hauptbahnhofs aufzugeben und ein neues Domizil zu suchen. Hintergrund dieser Überlegungen war der hohe Mietpreis von jährlich etwa anderthalb Millionen Euro, den der Regionalverband auch für reichlich ungenutzte Fläche in dem fünfstöckigen Gebäude an der Poststraße zu entrichten hat.

Die öffentliche Diskussion um den künftigen Verbandssitz hat Wirkung gezeigt. Wie Ludger Stüve gestern in Frankfurt sagte, wird der Regionalverband seinen Sitz in der Poststraße behalten, aber fortan deutlich weniger Miete bezahlen müssen. Wie es von Verbandsseite hieß, beträgt die Ersparnis rund 600.000 Euro im Jahr.

Effizientere Nutzung der Fläche

Dafür wird die bisher genutzte Mietfläche von 5500 Quadratmetern um 1800 auf 3700 Quadratmeter sinken. Die Mitarbeiterzahl sei in den vergangenen Jahren auf derzeit 120 gesunken, außerdem lasse sich die Fläche in dem Gebäude effizienter nutzen. Dafür sollen vom Vermieter (der Versicherungskonzern Talanx) die Räumlichkeiten bei laufendem Betrieb den neuen Anforderungen gemäß umgestaltet werden.

Das endgültige Okay der Verbandskammer zu einem neuen, ab 1. Mai 2015 für eine Laufzeit von zehn Jahren gültigen Mietvertrag vorausgesetzt, wird der Regionalverband fortan die Stockwerke zwei bis fünf des Gebäudes mit seiner roten Fassade belegen. Ebenfalls dort untergebracht sein werden die Mitarbeiter der Kulturregion Frankfurt RheinMain. Das Erdgeschoss und der erste Stock blieben für andere Mieter frei. Lediglich die Büros der Verbandskammergruppen und Fraktionen der Regionalversammlung wären weiterhin im Erdgeschoss zu finden.

"Haus der Region" bleibt Illusion

Die frei gewordenen Räume werden möglicherweise von der Standortmarketinggesellschaft FRM übernommen, die derzeit noch am Frankfurter Flughafen residiert, aber einen Umzug in die Innenstadt prüft.

Ein „Haus der Region“, wie es in der Vergangenheit einmal angedacht war, wird es dagegen nicht geben. Bei den anderen regionalen Gesellschaften habe es keine Bereitschaft gegeben, ein gemeinsames Domizil zu beziehen, sagte Stüve. Nun werde über einen sogenannten Info-Point nachgedacht, der an zentralere Stelle - etwa am Hauptbahnhof oder auf der Zeil - über die gemeinsamen Aktivitäten der Region informieren soll.

Quelle: op-online.de

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