Grünen-Chef sauer über „Verunglimpfungen“

Reibereien zwischen Grünen und Linken

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Tarek al Wazir (Grüne) und Janine Wissler (Linkspartei)

Offenbach - Noch ist das Rennen bei der Suche nach einer Regierungskoalition in Hessen völlig offen. Zwar haben SPD, Grüne und Linke ihren Traum vom „Politikwechsel“ nicht ausgeträumt; doch die Risse in diesem Lager werden sichtbarer.

Zwar würde Grünen-Landeschef Tarek Al-Wazir die hessischen Linken gerne dem „Realitätscheck“ einer Regierungsbeteiligung aussetzen, aber die Hürden für Rot-Rot-Grün wachsen. So wehrte sich Grünen-Geschäftsführer Mathias Wagner gestern gegen Vorwürfe der Linkspartei, die Ökopartei hätte den Politikwechsel in Hessen aufgegeben. Durch Verunglimpfungen der Gesprächpartner würden die anstehende Sondierungsgespräche unnötig belastet, keilte Wagner zurück. Zu ernsthaften Sondierungen gehöre es, nach inhaltlichen Schnittmengen zu suchen.

An die Adresse der Linken gerichtet und mit Blick auf Reibereien bei heiklen Finanzfragen sagte der Grünen-Politiker: „Wichtig ist aber natürlich auch, ob alle möglichen Koalitionspartner bereit sind, gemeinsam und im gegenseitigen Respekt Verantwortung zu übernehmen. Gerade wer den Politikwechsel will, muss auch für seine Finanzierung sorgen, sonst ist der Wechsel nur auf Sand gebaut.“

Morgen kommen SPD, Grüne und Linke zu einer letzten Runde zusammen. Heute sprechen CDU und SPD miteinander.

psh

Freude und Frust - Hessenwahl in Bildern

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Quelle: op-online.de

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