Rennbahn-Niederrad: Wo sind die Chinesen?

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Als Auftakt für die Sanierung der Rennbahn gedacht: das Hotelprojekt der Chinesen

Frankfurt (mic) - Das Vorhaben, an der Rennbahn in Niederrad ein Hotel zu errichten, endet offensichtlich in Chaos und Frust.

Weil die Stadt Frankfurt seit längerer Zeit keinen Kontakt zu dem chinesischen Bauherren herstellen kann, und auch die Bauarbeiten seit einen Dreivierteljahr nicht mehr vorangehen, will Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) jetzt einen Gerichtsvollzieher schicken. Er soll bei der Huarong-Group fällige Gebühren in fünfstelliger Höhe eintreiben. Der erste Spatenstich für das Projekt liegt dreieinhalb Jahre zurück. 266 Zimmer sollte der an eine Pagode erinnernde, mit chinesischer Innenarchitektur versehene Komplex haben. Die Chinesen hatten ein 8000 Quadratmeter großes Grundstück von der Stadt in Erbpacht übernommen und sieben Millionen Euro überwiesen. Wird das Vorhaben rückabgewickelt, müsste Frankfurt das Geld zurückzahlen.

Stadt sucht nun einen neuen Investor

Fraglich ist generell, ob der Konzern aus dem Reich der Mitte Deutschland nicht schon verlassen hat. Telefonisch ist kein Kontakt möglich, nur eine Ansage existiert, wonach „vorübergehend“ niemand zu erreichen sei. Mutmaßlich haben sich die Bauherren bei den Kosten verschätzt. Es war vergeblich versucht worden, chinesische Billigarbeiter einzusetzen. Beteiligte Baufirmen haben bereits ihre Maschinen und Arbeitskräfte von der Baustelle weggebracht, weil sie mutmaßlich kein Geld mehr erhalten haben.

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Neubeginn auf der Baustelle

Die Stadt sucht nun einen neuen Investor, denn das China-Hotel sollte die Mainmetropole für chinesische Touristen und Geschäftsleute öffnen. Die Hoffnungen richten sich auf Manfred Hellwig, den Betreiber der Rennbahn. Er hatte vom Erlös aus dem Erbpacht-Vertrag drei Millionen Euro für die Rennbahn-Sanierung bekommen.

Quelle: op-online.de

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