Nordmainische Trasse könnte womöglich ab Ostbahnhof oberirdisch verlaufen und würde billiger

Rettet Verzicht auf Tunnel S-Bahn?

Frankfurt (mic) Angesichts der Befürchtung, dass Geldknappheit womöglich die seit Jahren geplante nordmainische S-Bahn und in Frankfurt die Verlängerung der U5 bis ins Europaviertel gefährden könnte, überlegen Lokalpolitiker, ob ein Verzicht auf die extrem teuren Tunnel die Projekte womöglich retten könnte.

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Bei der S-Bahn, die insbesondere die vielen tausend Pendler aus dem Osten von Hanau über Maintal und den Frankfurter Ostbahnhof bis zur Konstablerwache bringen soll, ist der Tunnel zwischen Ostbahnhof und Konstablerwache der teuerste Abschnitt. Insgesamt liegen die Kosten der Trasse bei 430 Millionen Euro. Bei der Kostenübernahme klafft eine Lücke von 60 Millionen Euro. Die neue Verbindung im öffentlichen Nahverkehr würde nicht nur den Pendlern nutzen, sondern gilt auch als Symbol für die Aufwertung des Ostens der Mainmetropole, an deren Beginn der Umzug der Europäischen Zentralbank in die alte Großmarkthalle steht.

Im Römer sieht man sich mit Überlegungen des Hessischen Verkehrsministeriums konfrontiert, den Tunnel zu streichen. Dies würde dazu führen, dass die S-Bahnen genau wie die normalen Regionalbahnen über der Erde zunächst zum Ostbahnhof und dann zum Hauptbahnhof rollen. Allerdings müsse man dann auf die angestrebte direkte Anbindung der Frankfurter Innenstadt verzichten, bemängelte die SPD. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) sieht zudem die Schwierigkeit der ohnehin überlasteten Mainbrücken. Dort sei für einen dichten S-Bahnverkehr kein Platz.

Ähnlich verdüstert hat sich die Großwetterlage bei dem 200 Millionen Euro teuren Vorhaben einer Verlängerung der U 5 ins Europaviertel. Auch hier kommt aus Wiesbaden der Vorschlag, mit einer möglichst langen oberirdischen Trassenführung die Kosten zu senken. Platz sei auf dem Europaboulevard, argumentiert die CDU. Schwierigkeiten könnte nach Einschätzung Majers auch die Regionaltangente West vom Bad Homburg zum Flughafen. Es gebe derzeit für alle großen Projekte ein Finanzierungsproblem.

Quelle: op-online.de

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