Zu kurze Wartefristen

Rettungswagen brauchen in Hessen zu lange

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Frankfurt - Das Gesetz gibt genaue Vorgaben wann ein Rettungsfahrzeug nach einem Unfall vor Ort zu sein hat. In vielen hessischen Regionen wird diese Frist aber nicht eingehalten.

Die Rettungsfahrzeuge in Hessen sind häufig nicht so schnell am Einsatzort wie gesetzlich vorgeschrieben. Mehr als die Hälfte der insgesamt 26 Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen erfüllen die vorgegebene Frist von zehn Minuten nicht, wie der Radiosender hr-iNFO am Donnerstag berichtete. Vor allem in ländlichen Kreisen werde die sogenannte Hilfsfrist nicht eingehalten. Diese schreibt vor, dass in 90 Prozent der Notfälle ein Rettungsfahrzeug zehn Minuten nach Eingang des Notrufs am Ziel sein muss. Der Hessische Rundfunk beruft sich bei seinen Recherchen auf interne Erhebungen der Landkreise.

Laut hr gelang es 2012 nur acht Landkreisen, bei der 10-Minuten-Hilfsfrist die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten (2011: 10; 2010: 7). Bei der 15-Minuten-Frist sah es besser aus: Hier konnten laut Sender 2012 und 2011 jeweils 20 Landkreise die Vorgaben einhalten, 2010 waren es 19.

Offenbach hält 2012 alle Fristen ein

Ein Problem mit den bundesweit kürzesten vorgegebenen Wartezeiten haben vor allem die großen Landkreise. Denn Hessen unterscheidet nicht zwischen Stadt und Land. In einer ländlichen Region wie dem Vogelsbergkreis muss der Rettungswagen also genauso schnell an Ort und Stelle sein wie in kreisfreien Großstädten wie Frankfurt. Die Folge: Unter anderem konnten Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden 2012 alle Fristen einhalten, im Vogelsbergkreis und dem Werra-Meißner-Kreis, im Kreis Waldeck-Frankenberg und dem Hochtaunuskreis sah es schlecht aus.

Der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold (SPD) warnte davor, den hessischen Rettungsdienst schlechtzureden. Er sei einer der besten in Deutschland, sagte er einer Mitteilung zufolge. "Im Musterland Bayern beispielsweise liegen die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen bei 15 bis 17 Minuten und auch in Baden-Württemberg liegen sie höher als in Hessen."

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Quelle: op-online.de

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