Bei Rheuma frühe Diagnose wichtig

Wiesbaden - (dpa) Bei der Behandlung von Rheuma-Patienten ist nach Einschätzung von Ärzten eine frühe Diagnose und Therapie besonders wichtig. „Je früher Rheuma erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten“, sagte die Rheumatologin Prof. Elisabeth Märker-Hermann vor Beginn eines großen Internistenkongresses in Wiesbaden.

Die rheumatoide Arthritis beispielsweise lasse sich an schmerzenden, steifen Fingern und Zehen leicht erkennen. Komme ein Patient frühzeitig zum Arzt, gehe es in der Therapie nicht mehr nur darum, das weitere Fortschreiten der Krankheit zu verhindern oder die Symptome zu kontrollieren. Stattdessen sei das dauerhafte Nachlassen (Remission) der Symptome das erklärte Ziel.

Neu sei auch die Kombination von Medikamenten gegen die rheumatoide Arthritis, sagte Märker-Hermann, die Chefärztin für Innere Medizin an den Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken ist. Mit einer Basistherapie, der sogenannten DMARD-Therapie, solle spätestens innerhalb der ersten drei Monate nach Symptombeginn begonnen werden. Zusätzlich erhalte der Arthritis-Patient für mindestens ein Jahr das Medikament Prednison. „Rheuma bedeutet nicht Fango oder warme Bäder.“ Neben den Medikamenten sei für die Therapie von großer Bedeutung, dass sich die Patienten viel bewegten, sagte Märker-Hermann.

In Wiesbaden treffen sich auf dem Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGMI) von heute bis Mittwoch rund 9000 Ärzte und Wissenschaftler.

www.dgim2009.de

Quelle: op-online.de

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