Vom Riesenrad ins Dippodrom

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Die Achterbahn "Spinning Race" hat in diesem Jahr ihr Debüt auf der Frankfurter Dippemess.

Frankfurt - Wer sich wieder einmal so richtig durchschütteln lassen möchte, der ist auf der Frühjahrs-Dippemess, die morgen eröffnet wird, genau richtig. Auch in diesem Jahr buhlen wieder zahlreiche spektakuläre Fahrgeschäfte um die Gunst von tausenden Besuchern. Von Thomas Holzamer

Neu mit dabei ist in diesem Jahr die Action-Achterbahn „Spinning Racer“. Die ist zwar von der Größe her kleiner, als die Bahn vom vergangenen Jahr, sorgt jedoch mit ihren extrem engen Kurven für rasanten Nervenkitzel. Zudem verstärkt die unkonventionelle Sitzweise den Effekt noch zusätzlich. Die Fahrgäste sitzen in sich um die eigene Achse drehenden Wägen, zu viert Rücken an Rücken - ein Abenteuer selbst für abgebrühte Achterbahnfans.

Das Monster vor der Geisterbahn lehr die kleinen Besucher das Fürchten.

Auch die weltgrößte transportable Wildwasserbahn ist nach einjähriger Pause wieder auf dem Festplatz am Ratsweg dabei. 1 000 Tonnen wiegt das Monstrum, zu dessen Transport nach Frankfurt ein kompletter Sonderzug mit 60 Containern benötigt wurde. Auf 650 Metern stürzen sich die Besucher der „Wildwasser 3“ auf drei spritzigen Schussfahrten bis zu 20 Meter einen wilden Gebirgsbach herunter und durchfahren rückwärts, unter Explosionen und Steinschlag, eine dunkles Stollenlabyrinth.

Gleich auf mehrere Arten durchgeschüttelt wird man in den Schalensitzen des „StarGate“. Die besondere Aufhängung lässt praktisch sämtliche Dreh- und Überschlagsmöglichkeiten zu und sorgt mit teils sehr langen Kopfüber-Phasen dafür, dass Adrenalinhungrigen das Blut in den Kopf und lose Gegenstände aus den offenen Taschen schießen.

Besonderen Wert wollen die Organisatoren der Dippemess künftig auch auf die lange Tradition der Frankfurter Dippemess legen. Deren Wurzeln reichen schließlich zurück bis in Jahr 1392, wie Kurt Stroscher, von der Tourismus+Congress GmbH weiß. Damals noch unter dem Namen „Maamess“ verkauften auf dem mittelalterlichen Haushaltswarenmarkt Töpfer unter anderem ihre Keramikschüsseln, auf Frankfurterisch „Dippe“. Über die Jahre hinweg gesellten sich zu den klassischen Verkaufsständen dann immer mehr Jahrmarktbuden und Schausteller.

Nachdem der traditionelle Dippemarkt in der Vergangenheit zunehmend in den Hintergrund gerückt war, soll sich das künftig wieder ändern. „Der Dippemarkt hat in diesem Jahr einen neuen Platz, den Abschluss bildet das Riesenrad“, sagt Kurt Stroscher. Zudem wurde die Anzahl der stände verringert und das Sortiment auf die traditionellen Waren beschränkt. Den Trendartikeln, wie Stroscher sie nennt, habe man bewusst eine Absage erteilt.

Und auch beim traditionellen Festzelt gehen die Veranstalter bei dieser Frühjahrs-Dippemess neue Wege. Das neue „Dippodrom“ wurde bewusst kleiner gewählt, als in den Vorjahren und bietet rund 800 Besuchern Platz. Besonderen Wert haben die beiden Festwirtinnen Nadine und Marlis Löwenthal auf die Dekoration. Viel Holz, gemütliche Nischen und Details wie Strohballen und Wäscheleinen schaffen für die Gäste eine urige Almatmosphäre. Sehen lassen kann sich auch das abwechslungsreiche Programm des Partyzeltes. Vom bayrischen Frühschoppen, über Schlagerparty, Zaubershow und Karaoke bis hin zur brasilianischen Nacht - für jeden ist etwas dabei.

Die Montage werden dieses Jahr erstmalig komplett zu „Rosa Montagen“. Neben Travestie-Künstlern und Comedy gibt es zum Abschluss eines jeden Rosa Montags einen Männerstrip mit den Jungs vom „Pure Platinum“.

Eröffnet wird die Dippemess am Freitag um 18.30 Uhr mit dem traditionellen Rundgang über den Festplatz mit dem Gespann der Binding Brauerei. Um 19 Uhr erfolgt dann der Fassanstich im Dippodrom. Für diejenigen, die mit dem Auto anreisen gibt es in diesem Jahr zusätzlich zu den regulären Parkplätzen entlang der Ostparkstraße, weitere auf den Flächen des Parks. Eigens dafür werden die Grünflächen mit befahrbaren Matten geschützt. „Wir rechnen mit 500 bis 1 000 zusätzlichen Plätzen“, so Stroscher. Genau könne man die noch nicht beziffern, da es sich um den ersten Versuch handele. Für die An- und Abfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln setzt die VGF zusätzliche Züge ein.

Quelle: op-online.de

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