Einige Städte müssen heute mit Alkohol-Exzessen rechnen

Riskante Abi-Freuden nach der Prüfung

+
Hart arbeiten, hart feiern. Manche Abiturienten übertreiben dieses Motto.

Frankfurt - Mit Runden Tischen, Einlasskontrollen und Sonderschichten der Suchtexperten bereiten sich hessische Kommunen auf die Abiturfeiern vor. Denn nach den schriftlichen Prüfungen wollen Hessens 29  000 Abiturienten heute feiern.

Im Raum Offenbach rechnet die Polizei allerdings kaum mit größeren Ausschreitungen. „Wir haben aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren keinen Grund, umfangreichere Vorbereitungen zu treffen“, so Polizeisprecher Rudi Neu. Allerdings sei man auf alle Eventualitäten vorbereitet. Angesichts des vorhergesagten relativ trüben bis regnerischen Wetters am Abend hofft man auf eher verhaltene Open-Air-Feiern.

In Frankfurt, wo im vergangenen Jahr die Abi-Feier im Grüneburgpark kräftig aus dem Ruder gelaufen war, will die Stadt dieses Mal Präsenz zeigen. Der Park werde nicht gesperrt, sagt ein Sprecher. Aber die Gymnasien seien angeschrieben und um Hilfe gebeten worden. Schon am Nachmittag sollen Ordnungskräfte am Ort sein, sie werden sich aber eher im Hintergrund halten. Mitarbeiter des Projekts „Hart am Limit“, mit dem das Drogenreferat zum bewussten Umgang mit Alkohol aufruft, schauten, ob schwer betrunkene Jugendliche Hilfe benötigten, heißt es weiter.

Abiturfeiern sorgen regelmäßig für Schlagzeilen

Im vergangenen Jahr hatten betrunkene Abiturienten im Park einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Zehn von ihnen hatten so viel Alkohol getrunken, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten.

In Bad Homburg sorgen die Abiturfeiern jedes Jahr für Schlagzeilen. Vor drei Jahren hatten sich rund 40 Schüler völlig betrunken und in einem Park randaliert - kein Einzelfall. Im Vorfeld der kommenden Partys haben sich Abiturienten und Polizei, Stadtverwaltung, Rotes Kreuz und Suchtberater zusammengesetzt und abgestimmt. „Bei uns feiern drei Schulen aus Bad Homburg und Friedrichsdorf gemeinsam, dazu kommen eingeladene Realschulen“, sagt Stadtsprecher Andreas Möring. Bei der Feier im abgegrenzten Jubiläumspark werde es Eingangskontrollen geben, außerdem kann nur eintreten, wer ein spezielles Bändchen besitzt.

Rund 1200 Schüler werden bei einer Abi-Parade in Marburg erwartet. Der Umzug mit mehreren geschmückten Wagen macht sich am frühen Freitagnachmittag auf den Weg durch die City. Dafür werden einige Straßen gesperrt, wie ein Stadtsprecher berichtet. Für die Teilnehmer des Zuges gelten einige Regeln: Ihre Fahrzeuge müssen vom TÜV abgenommen sein, und Alkohol ist tabu. Die Parade soll am Messeplatz enden, wo bis in den Abend hinein gefeiert wird.

Das Ordnungsamt Wiesbaden ist zum Abi-Termin in „erhöhter Alarmbereitschaft“. Es würden mehr Einsatzkräfte in den Grünanlagen eingesetzt, heißt es in der Behörde.

Kreative Abi-Plakate aus der Region

Kreative Abi-Plakate 2014 aus der Region

dpa/mic

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare