3,45 Prozent mehr ab dem 1. Januar

RMV dreht wieder an der Preisschraube

Bad Homburg/Offenbach  - Busse und Bahnen im Rhein-Main-Gebiet werden im nächsten Jahr durchschnittlich 3,45 Prozent teurer. Das hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund beschlossen. Begründung: die Infrastruktur, das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Personalkosten.

Die Einzelfahrt im Stadtgebiet Offenbach kostet künftig 2,30 statt wie bisher 2,25 Euro. Wer einmal von Hanau nach Frankfurt will, muss ab Januar 8,10 statt 7,80 Euro bezahlen. Und die Tageskarte Heusenstamm - Frankfurt verteuert sich von 8,50 auf 8,85 Euro.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Redakteur Ralf Enders.

Die Erhöhung der Ticketpreise zum 1. Januar 2015 hat der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes gestern in Bad Homburg beschlossen, teilte das Unternehmen mit und nannte die deutliche Steigerung eine „Anpassung“ des Tarifs. Diese ergebe sich vor allem aus den steigenden Kosten für die Infrastruktur, den Mehrkosten aus der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes und gestiegenen Personalkosten, „als Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs“. Alleine durch die EEG-Umlage seien nach vorsichtigen Schätzungen rund 4,5 Millionen Euro zusätzliche Kosten zu erwarten.

Selbst die gestiegenen Fahrgastzahlen und die „Effizienzsteigerung“ hätten die zusätzlichen Kosten nicht ausgleichen können, sagte Knut Ringat, Sprecher der RMV-Geschäftsführung. Ringat: „Selbstverständlich sind Erhöhungen des Tarifs ärgerlich. Doch können wir nicht alle steigenden Kosten bei gleichbleibendem Angebot und Service abfedern.“ Zum 15. Dezember 2013 hatte der RMV die Fahrpreise um durchschnittlich 2,44 Prozent erhöht.

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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