Tickets für Bus und Bahn

Über drei Prozent teurer: RMV erhöht Preise

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Hofheim - Der Rhein-Main-Verkehrsverbund dreht ein weiteres Mal an der Preisschraube. Im nächsten Jahr kosten Bus- und Bahntickets im Schnitt 3,45 Prozent mehr.

Tickets für Busse und Bahnen im Rhein-Main-Gebiet werden im nächsten Jahr durchschnittlich 3,45 Prozent teurer. Das habe der Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) beschlossen, teilte das Unternehmen heute mit. Als Gründe wurden steigende Kosten für die Infrastruktur, Mehrkosten aus der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und steigende Personalkosten genannt. Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) erhöht die Preise.

Die neue Preisanhebung fällt deutlich höher aus als die vorangegangene. 2013 waren die RMV-Tickets um 2,44 Prozent teurer geworden. Überdurchschnittlich steigt der Preis für Fahrkarten im Frankfurter Stadtgebiet - von derzeit 2,60 Euro auf 2,75 Euro ab 1. Januar 2015, das sind knapp 5,8 Prozent mehr. Eine Stadtfahrt in Darmstadt kostet künftig 2,00 Euro statt bisher 1,90 Euro, ein Plus von über 5 Prozent. Auch die gewachsenen Fahrgastzahlen und die Effizienzsteigerung hätten die zusätzlichen Kosten nicht ausgleichen können, sagte Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung, laut Mitteilung. 2013 wurden nach RMV-Angaben 708 Millionen Fahrgäste in den Bussen und Bahnen gezählt, ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2009.

Allein durch die Erhöhung der EEG-Umlage seien nach vorsichtigen Schätzungen rund 4,5 Millionen Euro zusätzliche Kosten zu erwarten. "Selbstverständlich sind Erhöhungen des Tarifs ärgerlich. Doch können wir nicht alle steigenden Kosten bei gleichbleibendem Angebot und Service abfedern", sagte Ringat. Auch in Nordhessen werden die Fahrkarten zum 1. Januar 2015 teurer. Die durchschnittliche Erhöhung betrage 3,3 Prozent, sagte ein Sprecher des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) der dpa. Wie unterschiedlich die Preise für einzelne Tickets angehoben werden, sei allerdings noch nicht entschieden. Die jüngste Preiserhöhung im Norden hatte bei durchschnittlich 3,6 Prozent gelegen.

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dpa

Quelle: op-online.de

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