Ein Wunsch wird wahr

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Das Buchhändlerhaus im Großen Hirschgraben steht leer. Hier könnte das Romantikmuseum entstehen.

Frankfurt - Einen harten Sparkurs hat die Stadt Frankfurt sich eigentlich verordnet und deshalb auch verschiedene Museumsbauprojekte auf die lange Bank geschoben. Nun könnte aber ein Projekt Gestalt annehmen, das bisher nur als Wunschtraum galt: Ein Romantikmuseum. Von Christian Riethmüller

Wie die Stadt Frankfurt gestern mitteilte, hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Petra Roth (beide CDU) für das Land die Bereitschaft erklärt, sich mit bis zu vier Millionen Euro an den reinen Baukosten des Museums beteiligen zu wollen. Damit kommt Bewegung in die Angelegenheit, hat doch das schwarz-grüne Bündnis im Römer bei seinen Koalitionsvereinbarungen festgehalten, dass sich die Stadt an den Baukosten beteiligt, wenn die entsprechenden Beiträge der übrigen Geber - neben dem Land noch der Bund - gesichert sind.

Wie Petra Roth gestern laut Mitteilung sagte, stimmten sie die Gespräche mit Bernd Neumann, (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, zuversichtlich, dass sich auch der Bund an den Kosten beteiligen werde.

Vierter Partner bei dem Romantikmuseum-Projekt ist das Freie Deutsche Hochstift, das eine einzigartige Sammlung von Objekten aus der Zeit der Romantik besitzt, darunter etwa Handschriftensammlungen von Clemens Brentano, Achim und Bettine von Arnim, Karoline von Günderrode, Joseph von Eichendorff und Novalis, die in dem neuen Haus präsentiert werden sollen. Das Hochstift hat bereits Kontakt mit Stiftungen und Wirtschaftsvertretern aufgenommen, um auch dort für ein finanzielles Engagement zu werben.

Als Standort für das Romantikmuseum ist der Große Hirschgraben vorgesehen. Dort ist in unmittelbarer Nachbarschaft zum Goethehaus mit dem Umzug des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels das Buchhändlerhaus freigeworden. Hier könnte das Museum entstehen.

Quelle: op-online.de

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