Wo Romantik auf Moderne trifft

„Goethehöfe“ mit Romantikmuseum bereichern ab 2018 Innenstadt

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2 100 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf drei Etagen Die „Goethehöfe“ beherbergen zukünftig das Romantikmuseum, den Cantate-Saal, ein Café und Mietwohnungen.

Frankfurt - Der Startschuss für das Romantikmuseum in Frankfurt ist gefallen. Am Großen Hirschgraben soll bis zum Frühjahr 2018 außerdem eine Anlage mit 28 Mietwohnungen entstehen. Von Konstanze Löw 

Die vorgestellten Pläne für die geplanten „Goethehöfe“ inklusive Romantikmuseum versprechen Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen zu werden. Nach jahrelangen Verhandlungen über die Umsetzung des Romantikmuseums steht dieses nun kurz vor der Realisierung. Jetzt stellte die Kommune die Pläne für das Museum samt „Goethehöfe“ vor. So nennt die städtische AGB das Projekt am Großen Hirschgraben, auf dem Areal neben dem Goethe-Haus. „Wenn alles nach Plan läuft, können sich die Bürger schon bald auf ein tolles Ensemble aus Museum, Wohnungen und Cantate-Saal freuen“, so Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

In den Höfen beheimatet werden, neben dem von Architekt Christoph Mäckler entworfenen Romantikmuseum, 28 Mietwohnungen und ein Museums-Café im Erdgeschoss. Zum Kultur-Ensemble gehört auch Michael Quasts „Fliegende Volksbühne“, die auch in Zukunft im historischen Cantate-Saal auftritt. Die 1994 entstandene Spielstätte wird im Zuge der Baumaßnahmen für 1,5 Millionen Euro saniert.

Bürohaus weicht Romantikmuseum

Das Bürohaus, in dem der Börsenverein des deutschen Buchhandels früher seinen Sitz hatte, weicht dann dem Romantikmuseum. Das Gebäude wird im Sommer abgerissen, die neue Fassade wird sich dann an der des benachbarten Goethe-Hauses orientieren.

Besonders stolz ist Feldmann darauf, Romantik im modernen Frankfurt unterzubringen. Und das Museum wird für die die großen Anstrengungen entschädigen, versichern die Verantwortlichen: Auf drei Etagen wird es insgesamt 2 100 Quadratmeter Ausstellungsfläche geben. „Genug Platz für Wechselausstellungen und dafür, die Schätze der Romantik zu präsentieren“, freut sich Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts. Im Museum soll, neben den in den in den vergangenen 100 Jahren gesammelten Exponaten, auch das Verhältnis Goethes zur Romantik Thema werden. Gewollt ist, dass sich in den „Goethehöfen“ Geschichte und urbanes Leben miteinander verbinden. Der Innenhof samt Café soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein - auch ohne Eintrittskarte. Außerdem sind dort öffentliche Veranstaltungen, beispielsweise Freilichtaufführungen, geplant.

Kosten soll das Romantik-Projekt insgesamt 16 Millionen Euro, jeweils vier Millionen stammen von Bund und Land; von der Stadt Frankfurt kommen 1,8 Millionen. Besonders freuen sich die Projektverantwortlichen über die insgesamt 6,2 Millionen Euro, die von privaten Förderern gespendet wurden. „Das zeigt das große Interesse an Romantik mitten in Frankfurt“, freut sich Bohnenkamp-Renken.

Die Zeiten, in denen man noch in den Keller hinabsteigen musste, um Briefe von Brentano oder Gedichte von Eichendorff zu lesen, sind ab 2018 jedenfalls vorbei.

Quelle: op-online.de

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