Übereinstimmung bei zentralen Themen

Rot-Grün und Linke kommen sich näher

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Hessische Spitzenkandidaten im Landtag Wiesbaden.

Wiesbaden - Im Poker um die Regierungsbildung in Hessen haben SPD und Grüne mit der Linken bei zentralen Themen Übereinstimmung erzielt.

Weitgehende Einigkeit gebe es bei Arbeit und Bildung sowie der Umsetzung der Energiewende, erklärten die drei Parteichefs am Freitag nach einem zweiten Sondierungstreffen in Wiesbaden. Die strittigen Themen Finanzen sowie der Ausbau des Frankfurter Flughafens sollen aber erst bei einem dritten Gespräch am 1. November erörtert werden.

Von einem „außerordentlich entspannten Klima“ sprach Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. Er habe der Linken klar gemacht, dass es seitens der Bundes-SPD keinerlei „Intervention“ in Hessen gebe. SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte vergangene Woche die Linke in Hessen als „Irre im politischen Sinne“ bezeichnet. „Alle wissen, dass wir hier entscheiden, was passiert", sagte Grünen-Chef Tarek Al-Wazir zur möglichen Einflussnahme seiner Bundespartei.

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"Wir haben den Eindruck gewonnen, dass ein Politikwechsel hier in Hessen möglich ist", meinte Linke-Chef Ulrich Wilken nach dem Treffen. Bei der Landtagswahl am 22. September in Hessen hatten weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün eine Mehrheit erlangt. Derzeit laufen auch Sondierungen über eine große Koalition und ein schwarz-grünes Bündnis.

dpa

Quelle: op-online.de

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