Rührseeliger Brief des Vaters

Frankfurt/Rhein-Main - Limburg (dpa) Der wegen Mordes angeklagte Vater des getöteten Babys Siri hält das Geschehen für einen Unfall. Im Gefängnis schrieb der 24-Jährige einen Brief an seine Mutter, in dem er sein Bedauern über den „Unfalltod“ der acht Monate alten Tochter ausdrückte. Das Schreiben wurde am Mittwoch zusammen mit anderen Briefen des Angeklagten vor dem Landgericht Limburg verlesen.

Der 24-Jährige und seine 36 Jahre alte Ehefrau müssen sich dort wegen Mordes verantworten. Die kleine Siri war im Mai 2008 nach schweren Misshandlungen gestorben. Der Anklage zufolge hat das Ehepaar sein Baby schon wenige Wochen nach der Geburt immer wieder gequält.

In einem Brief an seine Frau schrieb der 24-Jährige außerdem, er müsse immer wieder an seine „süße Tochter“ denken. Er wolle mit der 36-Jährigen ein neues Leben anfangen. Im bisherigen Prozess hatte sich das Ehepaar gegenseitig belastet. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Kinderleiche hatte viele auch ältere Verletzungen belegt, darunter Knochenbrüche von Armen und Beinen.

Die zunächst für Mittwoch geplante Aussage von Gutachtern wurde verschoben. Die Verhandlung dauerte nur kurz, da die Vorsitzende Richterin nur bedingt einsatzfähig war. Der Prozess war deswegen sogar kurzfristig vom Landgerichtsgebäude ins Krankenhaus verlegt worden. Der Prozess soll nun Ende April oder möglicherweise auch erst Anfang Mai fortgesetzt werden.

Quelle: op-online.de

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