Die Ruhe nach dem „Echo“-Sturm

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Gianna kann mit den anderen Bewerbern beim Echolot mithalten

Frankfurt - Einmal vor den Größen des Musikbusiness aufzutreten ist der Traum vieler Sänger. Für Gianna Gehlhar könnte er wahr werden.  Von Bettina Link

Die Frankfurterin zählt zu den fast 300 Künstlern, die sich für den „Echolot“ beworben haben, einen Auftritt bei der Aftershow-Party der Echo-Verleihung.

Die erste Etappe ist schon geschafft: Die nötigen 100 Stimmen, um in die nächste Runde zu kommen, hat sie schon gesammelt. Innerhalb von drei Tagen drückten sogar über 100 Fans den „Like“-Button. Die 20-Jährige ist erstaunt über den Erfolg: „Ich bin nur zufällig im Internet auf das Bewerbungsformular von Echolot gestoßen und habe mich spontan dazu entschlossen, mitzumachen. Ich freue mich sehr, dass so viele meine Musik mögen.“

Über 100 Fans voteten für Gianna

Die Fans haben mit ihrer Stimme entschieden, dass sich die Jury von Echolot Giannas Bewerbung genauer ansieht. Sie bestimmt dann, ob Gianna zu den besten Elf gehört und ihrem Traum von der Aftershow-Party näher rückt.

Singen kann Gianna. Das beweist nicht nur die bestandene Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Frankfurt, wo sie sich auf ihr Operngesangs-Studium vorbereitet. Auch bei ihren Auftritten im Dreikönigskeller in Frankfurt oder im Mausoleum in Offenbach begeisterte sie die Gäste. Selbst in den Bars in San Francisco ist Gianna seit dem vergangen Sommer keine Unbekannte mehr. Mit der Gitarre unterm Arm ist sie an die Westküste geflogen, um sich durch die verschiedenen Clubs zu singen. Überwindung hat das die schüchtern wirkende Studentin nicht gekostet. „Ich spiele einfach gerne vor Menschen“, sagt sie. Mit dem Reden sei das eine andere Sache. Das mache sie nicht so gerne vor Publikum. „Gehört aber auch dazu“, weiß sie.

Musik passt in keine Schublade

Obwohl ihr Studium es vermuten lässt, ist die klassische Musik nicht ihr Ein und Alles. „Ich lass‘ mich nicht in eine Schublade stecken“, darauf besteht Gianna und legt sich nicht auf einen Stil fest. Auf die Bezeichnung „ruhiger Pop“ lässt sie sich nur mit Einschränkung ein.

Mit ihrem Titel „Tight“ möchte Gianna die Jury von ihrem Stil überzeugen. „Das ist ein ruhiges Lied, aber man wippt dazu mehr mit dem Kopf als bei den anderen Liedern“, erklärt sie.

Bis zum 3. März steht fest, ob ihr Song in die Top 11 kommt. Schafft sie das, winken ihr 1000 Euro. Mit denen muss sie ein kleines Konzert geben, anhand dessen die Jury fünf Künstler für das Finale auswählt. Der dort ermittelte Sieger spielt dann auf der Aftershow-Party. „Ich will es unbedingt schaffen. Wenn nicht, liegt es bestimmt daran, dass ich nicht so rockig bin wie die Konkurrenz.“ Dabei könnte Giannas Musik die Ruhe nach dem „Echo“-Sturm sein.

Quelle: op-online.de

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