Russell im Gefängniskrankenhaus

Frankfurt - Der frühere „Böhse-Onkelz“-Sänger Kevin Russell sitzt hinter Gittern. Der 47-Jährige hat Ende vergangener Woche termingerecht seine Strafe im osthessischen Hünfeld angetreten. Nach einer amtsärztlichen Untersuchung sei der gesundheitlich angeschlagene Ex-Musiker in das Gefängniskrankenhaus nach Kassel gebracht worden.

Der frühere „Böhse-Onkelz“-Sänger Kevin Russell sitzt hinter Gittern. Der 47-Jährige hat Ende vergangener Woche termingerecht seine Strafe im osthessischen Hünfeld angetreten, wie dpa aus Justizkreisen erfuhr. Nach einer amtsärztlichen Untersuchung sei der gesundheitlich angeschlagene Ex-Musiker in das Gefängniskrankenhaus nach Kassel gebracht worden.

Russell war unter anderem wegen Körperverletzung und Unfallflucht vom Landgericht Frankfurt im Oktober 2010 zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte nach Überzeugung des Gerichts auf der Autobahn Wiesbaden-Frankfurt am Silvesterabend 2009 mit Tempo 232 unter Drogeneinfluss einen Auffahrunfall verursacht, bei dem zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt worden waren. Das Urteil ist nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs seit März 2011 rechtskräftig.

Der von Alkohol, Drogen und einer Hepatitis-Erkrankung gezeichnete Russell hatte sich aus gesundheitlichen Gründen zunächst geweigert, seine Haftstrafe anzutreten. Die gesundheitliche Versorgung im Gefängnis sei nicht entsprechend, argumentierte der Anwalt.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte Anfang Juli jedoch rechtskräftigen in zweiter Instanz entschieden, eine ärztliche Behandlung sei im Gefängnis möglich. Wegen der permanenten Überwachung des Verurteilten könne dort sogar schneller als in Freiheit medizinisch reagiert werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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