S-Bahnverkehr lahmgelegt

+
Nichts ging mehr am frühen Morgen im S-Bahn-Verkehr Rhein-Main, nachdem ein Betrunkener vom Bahnsteig gestürzt ist. Die Polizei suchte ihn nach seinem Notruf zunächst in Höchst und Griesheim, bis sie ihn schließlich im S-Bahntunnel am Hauptbahnhof fand.

Frankfurt/Rhein-Main - Nichts ging mehr am frühen Morgen: Ein betrunkener Mann hat den S-Bahnverkehr im Rhein-Main-Gebiet nach einem Sturz vom Bahnsteig über Stunden teilweise lahmgelegt. Es kam zu Zugausfällen und Verspätungen.

Ein betrunkener Mann hat sich am Freitagmorgen bei einem Sturz vom Bahnsteig ein Bein gebrochen und den Frankfurter Zugverkehr lahmgelegt. Auf der Suche nach dem 26- Jährigen, der mit seinem Handy zwar selbst Hilfe anforderte, aber nicht genau wusste, wo er sich befand, wurden mehrere Streckenabschnitte vorübergehend gesperrt.

Insgesamt waren nach Angaben der Bundespolizei fast 100 S-Bahnen verspätet, 52 S-Bahnen fielen ganz oder teilweise aus, 21 wurden umgeleitet. Der erste Hilferuf erreichte die Polizei um 05.00 Uhr: Er liege verletzt an den Gleisen zwischen den westlichen Stadtteilen Höchst und Griesheim. Dort fanden die Beamten aber niemanden.

Der zweite Anruf erreichte die Polizei rund eine Stunde später - nun konnte der 26-Jährige sagen, dass er im S-Bahntunnel am Hauptbahnhof liege. Dort fanden ihn die Helfer am Anfang des Tunnels neben den Gleisen. Vermutlich sei der Mann mit der S-Bahn im Hauptbahnhof angekommen, ausgestiegen und habe in seinem Zustand den Tunnel mit dem direkt daneben liegenden Ausgang verwechselt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht.

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare