Nach Freispruch

Thurau-Fall: Revision gegen Urteil eingelegt

+
Sabine Thurau (hier auf einem Archivbild vom Oktober 2009) ist freigesprochen worden.

Frankfurt - Erst ein Freispruch, jetzt die Revision: Die Rückkehr der zu Unrecht entlassenen hessischen LKA-Chefin Sabine Thurau auf ihren Posten ist weiter unklar.

Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben einer Sprecherin Revision gegen das Urteil des Frankfurter Landgerichts eingelegt, das die 58-Jährige am Montag vom Vorwurf der uneidlichen Falschaussage freigesprochen hatte. Damit soll zumindest eine umfassende schriftliche Urteilsbegründung erreicht werden.

Lesen Sie hierzu auch:

Kommentar: Letztlich nur Verlierer

Polizei-Affäre: Sabine Thurau freigesprochen

Darüber hinaus wird - entgegen früherer Aussagen der Staatsanwaltschaft - noch in zwei anderen Verfahren gegen Thurau ermittelt. Die Frankfurter Strafverfolger befassen sich mit dem Vorwurf des Geheimnisverrats gegen die ehemalige Polizei-Vize Thurau. Ihre Wiesbadener Kollegen ermitteln wegen übler Nachrede gegen Thurau als LKA-Präsidentin. Dabei geht es um Äußerungen gegenüber einer Polizistin im Landespolizeipräsidium. Wie lange die Ermittlungen noch dauern, konnten beide Staatsanwaltschaften heute nicht sagen.

Innenminister Boris Rhein (CDU), der Thurau laut einer Gerichtsentscheidung zu Unrecht entlassen hatte, will erst über ihre Zukunft entscheiden, wenn das Urteil rechtskräftig ist und die Ermittlungsverfahren eingestellt sind.

Die Affäre um Sabine Thurau ist nicht der erste Skandal der hessischen Polizei, auch die sogenannte Mobbing-Affäre hatte für Schlagzeilen gesorgt. Erst am Wochenende demonstrierten tausende Menschen in Frankfurt gegen den Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demonstration.

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare