Radikalisierung junger Muslime

Salafismus-Verdacht in Fuldaer Moschee

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Wiesbaden - Das Hessische Innenministerium befürchtet die Radikalisierung muslimischer Jugendlicher in einer Moschee in Fulda. Laut Medienberichten steht ein an die islamische Gemeinde angeschlossener Verein besonders im Fokus.

Die Sunnah-Moschee in Fulda steht unter besonderer Beobachtung des Hessischen Innenministeriums. Es stuft die Gemeinde und den angeschlossenen Verein „Muslime Fulda e.V." als „salafistisch beeinflusst“ ein. So werde dort vom Vorstand des Vereins salafistisches Gedankengut weitergegeben. "Letztlich wollen sie damit junge Muslime dazu bewegen, in den bewaffneten Jihad zu ziehen", erklärt ein Ministeriumssprecher. Allerdings sind den Behörden bislang keine Ausreisen nach Syrien aus dem Umfeld der Fuldaer Moscheegemeinde bekannt. Dies bestätigen auch Recherchen des Hessischen Rundfunks. Laut Innenministerium ist die Fuldaer Gemeinde auch an der bundesweiten LIES-Kampagne beteiligt.

Letzte Woche Freitag ist ein junge Mann am Frankfurter Flughafen festgenommen worden, der aus Syrien zurückkehrte. Er gilt als Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Erst vor wenigen Monaten warb ein Darmstädter Doktorand in einem Video für den IS.Auch er wurde von der Polizei festgenommen. (ror)

Quelle: op-online.de

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