Lehrer fordern Hilfe durch die Politik

Salafisten werben auch Mädchen an

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Offenbach - Salafisten werben an Hessens Schulen offenbar immer aggressiver um Kämpfer. Der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi warnt davor, dass jetzt auch zunehmend Mädchen angesprochen werden. Von Peter Schulte-Holtey 

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Eine Untersuchung in Hessen hat gezeigt, dass Salafisten intensiver an Schulen um neue Anhänger werben. Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund scheinen die Islamisten am schnellsten Gehör zu finden. Der Leiter des Hessischen Kompetenzzentrums für Extremismus, Gregor Dietz, ist besonders besorgt über diejenigen, die als Dschihadisten zum Kampfeinsatz nach Syrien gehen und dann zurückkehren.

Um den Einfluss von Salafisten an Schulen zu verringern, fordern Lehrer in Hessen eine stärkere Unterstützung des Kultusministeriums. Schulen bräuchten mehr Personal und Lehrer eine bessere Fortbildung, so Jochen Nagel, Chef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Ismail Tipi, Heusenstammer CDU-Parlamentarier und Integrationsexperte der Landtagsfraktion, rechnet damit, dass „es noch schlimmer wird“. Nach seinen Angaben sind die Salafisten bereits in mehr als sechs europäischen Ländern aktiv und sprechen jeden Tag mehrere hundert Jugendliche an. Es bestehe daher die Gefahr, dass jetzt „viele Jugendliche ihre Elternhäuser verlassen und im Bürgerkrieg in Syrien oder neuerdings auch im Irak landen“.

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Tipi: „Vermehrt werden auch Mädchen gezielt von Salafisten ausgewählt, um die ,Kampfkraft’ der Gotteskrieger zu stärken. Sie werden mit vor einem islamischem Würdenträger geschlossen Ehen angeworben und als Zweit-, Dritt- und Viertfrauen an salafistische Kämpfer ,weitergegeben’.“

Quelle: op-online.de

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