Salafisten verteilen Koranbücher

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Hundertausende Koranbücher haben die Salafisten bereits verteilt. Die Koran-Interpretation der islamischen Gruppierung gilt als radikal.

Wiesbaden - Die islamische Gruppierung Salafisten verteilt seit Herbst vergangenen Jahres kostenlos den Koran unter jungen Muslimen und Konvertiten. Das Problem dabei: Die Salafisten werden als radikal-islamistisch eingestuft.

Der hessische Verfassungsschutz hat vor einem derzeit laufenden Koran-Verteilprojekt radikaler Muslime gewarnt. Darin werde jungen Menschen mit wenig gefestigter Persönlichkeit ein „sehr einfaches Weltbild"" suggeriert, sagte der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz, Roland Desch, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „Die Welt". Sämtliche Regelungen des öffentlichen und privaten Lebens würden aus der Scharia abgeleitet. Wesentliche Positionen des Grundgesetzes hätten dabei keinen Platz mehr.

Wichtigste Zielgruppe bei der Koranverteilung der Missionierungsnetzwerke der Salafisten, die als radikal-islamistisch eingestuft werden, sind nach Deschs Angaben junge Muslime und Konvertiten. Dem Zeitungsbericht zufolge begannen salafistische Muslime im Oktober vergangenen Jahres mit dem Projekt „Lies!". Hunderttausende Korane in deutscher Übersetzung seien im Zuge der Kampagne bereits kostenlos in deutschen Städten verteilt worden.

dpa

Quelle: op-online.de

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