Um Anhänger zu gewinnen

Salafisten planen Kundgebung in Frankfurt

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Frankfurt - Der radikale salafistische Prediger Pierre Vogel hat für den 7. September erneut eine Kundgebung in der Frankfurter Innenstadt angekündigt. Die Salafisten wollen auf dem Roßmarkt von 14 bis 22 Uhr einen „Islamischen Friedenskongress“ abhalten.

Erwartet werden 1500 bis 2000 Menschen, wie das Ordnungsamt mitteilte. Das Motto lautet: „Wie kann in der Welt Frieden erreicht werden?“ Dabei soll für Syrien gesammelt werden. Nach Einschätzung des Landesamtes für Verfassungsschutz versuchen salafistische Prediger wie Vogel mit verschiedenen Aktionen Anhänger zu gewinnen. „Das Rhein-Main-Gebiet als urbaner Ballungsraum ist aufgrund seiner Bevölkerungsstruktur eine Region, in der salafistische Missionierungswerke in besonders hohem Maße Personenpotenziale antreffen, die ihrer typischen Zielgruppe entsprechen“, sagte der Sprecher des Landesamts, Marcus Gerngroß.

„Das Weltbild der Salafisten, das Menschen in gut und böse, gläubig und ungläubig einteilt, hat in Europa vor allem für Konvertiten und muslimische Migranten der zweiten und dritten Generation eine hohe Anziehungskraft.“ Der Grund: „In der salafistischen Ideologie finden sie leicht verständliche und einfach zu befolgende Handlungsanweisungen und eine vermeintlich feste Struktur, an der sie ihr Leben ausrichten können.“ Dies sei vor allem für junge und leicht beeinflussbare Menschen gefährlich, da sie auf diese Weise Zugang zu extremistischen Ideologien erhielten.

Salafisten verletzen Polizisten mit Steinen

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Für denselben Samstag lädt der DGB Hessen-Thüringen zu einer Kundgebung unter dem Motto „Flagge zeigen für den Politikwechsel“. Geplant ist ein Aktionstag in Frankfurt mit Demonstration, Familienfest, Kundgebung und Musik von 12 bis 22 Uhr. Als Redner wird unter anderem der DGB-Bezirksvorsitzende Stefan Körzell erwartet.

dpa

Quelle: op-online.de

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