In sozialen Netzwerken

Radikal-islamische Salafisten werben um Flüchtlinge

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Mit seiner Jacke verdeckt ein Mann aus dem Umfeld der Koran-Verteilaktion "Lies" auf der Zeil in Frankfurt sein Gesicht.

Darmstadt  - Radikal-islamische Salafisten werben unter Flüchtlingen in Hessen. Nach Angaben des Verfassungsschutzes im Land rufen sie in sozialen Netzwerken gezielt zur Missionierung auf und erteilen konkrete Handlungsempfehlungen.

Nach Erkenntnissen des Landeskriminalamts (LKA) werden neben Hilfsgütern auch Korane verteilt. Bisher seien zwar nur vereinzelte Verdachtsfälle bekanntgeworden. "Als der Zustrom von Flüchtlingen noch gering war, hatten wir allerdings gar keine Erkenntnisse", sagte LKA-Sprecher Christoph Schulte. Salafisten lehnen westliche Demokratien ab und wollen eine islamische Ordnung mit islamischer Rechtsprechung (Scharia).

Experten warnen angesichts dessen, raten aber von Panikmache ab. Flüchtlinge müssten über die Demokratie in Deutschland informiert werden, sagte der Geschäftsführer des Vereins "Violence Prevention Network", Thomas Mücke. "Die Menschen, die hierherkommen, wissen von unserer Gesellschaft nichts." Ähnlich sieht es Marwan Abou-Taam. "Wir müssen sensibel darauf reagieren, wenn die Salafisten versuchen, die besseren Sozialarbeiter zu sein", sagte der Islamwissenschaftler vom LKA Rheinland-Pfalz. "Es muss verhindert werden, das Salafisten eine Rekrutierungsbasis aufbauen."

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dpa

Quelle: op-online.de

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