Entwarnung nach Unfall mit Salzsäure im Industriepark Höchst

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Bei Reinigungsarbeiten an einem Kessel ist heute Morgen im Industriepark Frankfurt-Höchst Salzsäure ausgelaufen.

Frankfurt - Bei Reinigungsarbeiten an einem Kessel ist heute Morgen im Industriepark Frankfurt-Höchst Salzsäure ausgelaufen. Zwei Mitarbeiter meldeten sich mit Atembeschwerden im Arbeitsmedizinischen Zentrum, wurden aber nicht verletzt.

Der Austritt wurde schnell gestoppt und eine Warnung an benachbarte Stadtteile nach knapp einer Stunde aufgehoben, wie das Metall- und Chemie-Unternehmen Grillo mitteilte. Es sei eine geringe Menge Salzsäure ausgelaufen, sagte ein Sprecher des Industriepark- Betreibers Infraserv.

In hoher Konzentration ist die Substanz giftig und ätzend. Sie kann Augen und Atemwege reizen. Weil sie zudem leicht flüchtig ist, wurden die Bewohner der Frankfurter Stadtteile Höchst und Unterliederbach mit Sirenen und Rundfunkdurchsagen vor einer möglichen Gesundheitsgefährdung gewarnt. Messungen der Feuerwehr nach dem Vorfall gegen 8 Uhr blieben jedoch außerhalb des Werksgeländes nach Angaben eines Sprechers ohne Ergebnis. Mehr als 100 Anwohner erkundigten sich am Morgen bei einer Info-Hotline. Die Grillo-Werke mit Sitz in Duisburg arbeiten hauptsächlich mit Zink und Zinklegierungen sowie Zink- und Schwefelchemikalien.

Etwa 125 Mitarbeiter produzieren im Frankfurter Werk Natriumbisulfat, das zur Reinigungsmittel-Herstellung benötigt wird. Im Industriepark Frankfurt-Höchst sind mehr als 90 Chemie- und Pharma-Unternehmen mit rund 22.000 Beschäftigten angesiedelt. Infraserv kümmert sich etwa um Logistik, die Laborausstattung und die Entsorgung auf dem Gelände.

dpa

Quelle: op-online.de

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