Sanierung: So spart Ihr Haus Energie

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Hausbesitzer sollten in Dämmung, bessere Fenster oder ein neues Dach investieren. Die Sanierung spart Energie.

Die Heizung ist veraltet, die Wände sind zu dünn und die Fenster undicht – so vergeuden Sie eine Menge Energie. Eine Sanierung macht sich meist schon nach einem Jahr bezahlt. Hier erfahren Sie, wie Sie Heizkosten sparen, indem Sie Ihr Haus dämmen.

Die Deutschen verheizen jährlich 50 Milliarden Euro. 60 Prozent der Energie verbrauchen Industrie und Verkehr, der Rest verteilt sich auf die Privathaushalte.

Vor allem Häuser, die vor den 80er-Jahren erbaut wurden, haben einen zu hohen Energiebedarf. Denn erst im Jahr 1978 trat die erste Wärmeschutzverordnung (WSVo) in Kraft, die Neubauten bestimmte Energiestandards auferlegt. Vorher machte sich kaum jemand Gedanken um energiesparende Bauweisen. Durch eine energetische Sanierung dieser Bauten können Sie 50 bis 80 Prozent der Heizkosten sparen. Das hat der CO2-Gebäudereport, den das Fraunhofer Institut für das Bauministerium erstellt hat, ergeben. Wer sein Haus komplett saniert, kann bis zu 2.500 Euro pro Jahr sparen.

Das gehört zur Komplett-Sanierung

Prüfen Sie zuerst den Energieverbrauch Ihrer Heizung. Kessel, die mehr als 20 Jahre alt sind, verschwenden zu viel Energie. Moderne Brennwertkessel oder Holzpelletheizungen verbrauchen im Vergleich dazu 20 bis 30 Prozent weniger. In den meisten Fällen lohnt es sich, einen neuen Heizkessel zu kaufen, statt den alten zu sanieren. Der Austausch der Heizung kostet Sie 5.000 bis 10.000 Euro.

Die meiste Wärme verliert ein Haus über die Außenwände. Die Dämmung der kompletten Fassade rechnet sich vor allem für Altbauten. Eine einen Meter dicke Betonwand hat gerade einmal so viel Wirkung wie zwei dünne Zentimeter eines handelsüblichen Dämmstoffs. Bei einer Fassaden-Sanierung wird das Gebäude in eine 20 Zentimeter dicke Dämmschicht gehüllt. Die Energiekosten senken sich dadurch um 21 Prozent. Je nach Material zahlen Sie dafür zwischen 75 und 170 Euro pro Quadratmeter.

Tauschen Sie im Zuge der Fassadenarbeiten am besten auch gleich die Fenster aus. Moderne Fenster mit Dämmglas oder Dreifachverglasung halten die Wärme wesentlich besser im Raum als Einfachglas- oder Isolierfenster. Eine hauchdünne Beschichtung der Scheiben lässt die kurzwelligen Lichtstrahlen von außen in den Wohnraum hinein und reflektiert die langwelligen Wärmestrahlen aus dem Wohnraum wieder nach innen. Bei Online-Shops gibt es eine große Auswahl an modernen Energiesparfenstern.

Wärme steigt nach oben. Durch ein isoliertes Dach sparen Sie weitere 21 Prozent der Heizenergie. Die Dach-Sanierung kostet rund 200 Euro pro Quadratmeter. Wenn Sie das Dachgeschoss nicht als Wohnraum nutzen, reicht oft eine Dämmung der obersten Geschossdecke. Dazu wird der Dämmstoff zwischen den Deckenbalken angebracht.

Viele Hauseigentümer unterschätzen, wie viel Energie durch den Keller verloren geht. Vor allem im Winter führt ein ungedämmter Keller zu Wärmeverlusten, wenn die Kälte aus dem Boden nach oben steigen kann. Die Sanierung der Kellerdecke kostet rund 55 Euro pro Quadratmeter.

Beratung vom Fachmann

Wenn Ihr Budget eine Komplett-Sanierung nicht zulässt, können Sie Ihre Immobilie auch Schritt für Schritt modernisieren. Fragen Sie einen Fachmann, mit was sie beginnen sollten. Bei der Reihenfolge gibt es nämlich einige Dinge zu beachten. Bauen Sie zum Beispiel neue Fenster ein, ohne vorher die Wand gedämmt zu haben, riskieren Sie Schimmelflecken.

Ein Energiesparberater verrät Ihnen außerdem welche Umbauten am effektivsten sind und wie sie Fördergelder vom Staat bekommen. Nehmen Sie eine Beratung vor Ort in Anspruch. Sie wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bezuschusst.

Quelle: op-online.de

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