Scamming rechtzeitig erkennen

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Scamming ist eine besonders fiese Betrugsmasche, weil sie die Gefühle von einsamen Menschen ausnutzt.

Offenbach ‐ In Online-Partnerbörsen sind zunehmend Betrüger unterwegs. Die so genannten „Romance-Scammer“ gaukeln Liebe vor, um dann abzuzocken. Es geht dabei zwar um eine von vielen Betrugsmaschen im Internet. Von Peter Schulte-Holtey

Doch sie ist eine besonders fiese, weil sie die Gefühle von einsamen Menschen ausnutzt. Anhaltspunkte für Betrug sind laut Landeskriminalamt:

  • Über Netzwerke oder Dating-Seiten kommen Scammer an Mailadressen. Eine knappe Mail in englischer Sprache mit einer Einladung zum Chat dient als Lockmittel.
  • Die Betrüger kommunizieren meist in gutem Englisch. Allerdings gibt es auch viele, die perfekt Deutsch sprechen.
  • Meist finden sich im Internet Bilder in sehr schlechter und unscharfer Qualität, da sie illegal erlangt wurden. Ausnahme: Scamm-Frauen locken ihre Opfer bevorzugt mit schönen Fotos, auf denen sie oft leicht bekleidet zu sehen sind.
  • Scammer überhäufen ihre Opfer schon nach dem ersten Kontakt mit Liebesschwüren. Auch seriös wirkende Mails sollen das Interesse wecken. Oft wollen Scammer alles über ihr Opfer wissen: Hobbys, Ex-Partner, Kinder, Freunde, auch der  Glaube an Gott spielt meistens eine Rolle.
  • Verbindungen nach Westafrika, Russland oder Südostasien: Ob Geschäftsreise oder familiäre Probleme, es gibt vielfältige Gründe für eine Verbindung nach Nigeria, Ghana usw. Frauen hingegen leben oft in osteuropäischen, südostasiatischen oder südamerikanischen Ländern.
  • Bitte um Geld, Visum, Paket- oder Briefversand bzw. gemeinsa-mes Konto: Es gibt viele Gründe, das Opfer um Geld zu bitten. Weigert es sich, Geld zu schicken, finden Betrüger andere Wege. Gefälschte Schecks, die in Deutschland eingezahlt werden sollen, gehören dazu. Stark verbreitet ist der Wunsch nach einem Visum für Deutschland.

Quelle: op-online.de

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