Schau „Land & Genuss“ auf Messegelände Frankfurt

Sehr gut sortierter Erzeugermarkt

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Jessica Stoszek, Alina und Franz-Georg Burkard mit Fischspezialitäten aus eigener Zucht in Seligenstadt.

Frankfurt - Bis Sonntag können sich Verbraucher auf der Messe „Land & Genuss“ in Frankfurt über moderne Landwirtschaft informieren und regionale Spezialitäten genießen. Von Christian Riethmüller

Frankfurt Bis Sonntag können sich Verbraucher auf der Messe „Land & Genuss“ in Frankfurt über moderne Landwirtschaft informieren und regionale Spezialitäten genießen. Die von der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft (DLG) organisierte Schau will zum besseren Verständnis von Landwirtschaft beitragen.

„Das Beste, was das Land zu bieten hat“, verspricht das Plakat und zeigt ein freilaufendes Huhn vor einem hölzernen Gartentor, das den kiesbedeckten Weg zu einem Obstgarten freigibt. So mag sich zwar mancher Städter bei der „Landlust“-Lektüre das Leben im Grünen vorstellen, doch in Wirklichkeit ist die moderne Landwirtschaft kein Ponyhof. Daran wird jeder Messebesucher spätestens in der Messehalle 1 erinnert. Hat man eben noch auf dem Freigelände neben der Halle einigen putzigen Schweinchen beim Spielen zugesehen, begegnen einem drinnen deren tote Artgenossen in vielfältigster Verarbeitung: An etlichen Ständen werden Hausmacher Wurst, Salami- oder Schinkenspezialitäten angeboten.

Der Hahn im Korb ist eine der Attraktionen auf dem Freigelände, während der Groß-Bieberauer Konditormeister Erich Schmunk mit seinen Trüffeln zu den Attraktionen in der Halle gehört.

Nur um die Wurst geht es der veranstaltenden DLG bei der mittlerweile dritten „Land & Genuss“ aber nicht. An zahlreichen Ständen informieren Produzenten über ihre Arbeit. Weil die in vielen Fällen der Erzeugung der täglichen Nahrung dient, ist es nur naheliegend, die Produkte gleich zur Verkostung und zum Verkauf anzubieten. Dabei darf man sich wie auf einem gut sortierten Erzeugermarkt fühlen, der nicht nur regionale Spezialitäten wie eben Wurst, Käse, Brot, Obst, Gemüse, Honig, Säfte, Biere oder Weine anbietet, sondern auch über die Region hinausblickt und etwa Gewürze, Salze, Öle, kolumbianischen Kaffee, Oliven, schwäbische Nudeln oder ungewöhnlicheFruchtessige offeriert wie etwa der Hattersheimer Anbieter „Geschmack Sache“.

Für viele in ihren lokalen Märkten bereits etablierte Aussteller bietet die Frankfurter Messe die Möglichkeit, sich einem großen Publikum - erwartet werden bis zu 20.000 Besucher - zu präsentieren. Alina Burkard von der Seligenstädter Forellenzucht Burkard etwa ist zwar an zwei Tagen in der Woche in der Frankfurter Kleinmarkthalle anzutreffen, sagt aber, dass „zur Messe ein anderes Publikum kommt, das vielleicht die Kleinmarkthalle noch nicht kennt. Oder es war noch nicht bei uns in Seligenstadt.“

Auf neues Publikum hofft auch Marina Caktas von der in Offenbach ansässigen „Genusswolke Jam Lab“, die mit ihren außergewöhnlichen Marmeladen, Gelees und Chutneys schon von sich reden machte und mit Kreationen wie dem „Offebacher Gelee der Kulturen“ weitere Fans gewinnen möchte. Ausreichend gestärkt, fühlt sich mancher Besucher möglicherweise zum Selberausprobieren berufen. Auch hier bietet die Messe vielerlei Anregungen für den Anbau von Obst und Gemüse selbst auf kleinstem Raum. Das Land ist dann auch in der Stadt gar nicht mehr weit.

Quelle: op-online.de

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