Scheckkarten im Bordell missbraucht

Frankfurt - Das Landgericht Frankfurt hat eine Betrügerbande zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Zuvor wurden Bordellkunden in mindestens 43 Fällen um mehr als 200.000 Euro geprellt.

Wegen einer groß angelegten Betrugsserie im Frankfurter Bahnhofsviertel hat das Landgericht Frankfurt mehrere Haftstrafen verhängt. Ein 57-Jähriger muss als Kopf der Bande ebenso wie seine rechte Hand vier Jahre und acht Monate in Haft. Bordellkunden wurden in mindestens 43 Fällen um mehr als 200.000 Euro geprellt. Das Landgericht sah heute den gewerbsmäßigen Diebstahl und Computerbetrug als erwiesen an.

Den teilweise bereits bei der Ankunft betrunkenen Gästen wurde von den Animierdamen noch mehr Alkohol verabreicht. Deshalb bekamen die Männer nicht mehr mit, dass ihre Scheckkarten manipuliert und missbraucht wurden. „Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein“, hieß es in der Urteilsbegründung. Nicht nachgewiesen werden konnte der Einsatz von K.O-Tropfen bei den Freiern - davon war die Anklage ursprünglich auch ausgegangen.

Sechs Angeklagte im Alter zwischen 24 und 64 Jahren wurden zu Haft- und Bewährungsstrafen zwischen eineinhalb und zweieinhalb Jahren verurteilt. Eine weitere Angeklagte wurde freigesprochen. Der 57-Jährige hatte früher als Schauspieler unter anderem in mehreren „Tatort“-Folgen mitgewirkt. Vor Gericht hatte er wie seine Komplizen die Vorwürfe eingeräumt.

dpa

Quelle: op-online.de

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