Schiersteiner Brücke nach Osterferien frei

Bauarbeiten an der Carl-Ulrich-Brücke

+
Seit einem Bauunfall am 10. Februar ist die Schiersteiner Brücke gesperrt.

Offenbach/Wiesbaden - Die gesperrte Schiersteiner Autobahnbrücke zwischen Wiesbaden und Mainz soll einige Tage nach Ostern wieder öffnen. Indes stellte die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil die Baustellen fürs laufende Jahr vor.

Demnach muss die Carl-Ulrich-Brücke in Offenbach wahrscheinlich Ende April noch einmal für zwei Wochen gesperrt werden. Nachdem der Neubau der Brücke zwischen Frankfurt und Offenbach bereits im Dezember für den Verkehr freigegeben werden konnte, stehen noch die restlichen Straßenbauarbeiten an den Brückenrampen an. Allerdings wird sich der Termin hierfür - geplant waren eigentlich die Osterferien - verzögern. Die Verkehrsführung ist noch unklar, wahrscheinlich wird die Mainüberquerung halbseitig gesperrt, großräumige Umfahrungen sind wohl ratsam.

Der genaue Eröffnungstermin für die Schiersteiner Brücke ist ebenfalls unklar. Der Zeitplan sehe vor, die abgesenkte Fahrbahn am 2. April mit Pressen wieder anzuheben. Sollte dies funktionieren, könnte die Brücke nach Angaben des rheinland-pfälzischen Landesbetriebs Mobilität zum Ende der Osterferien wieder für Autos freigegeben werden.

„Es wird angehoben, es wird verpresst, dann wird kontrolliert: Welche Lasten kann die Brücke aufnehmen?“, sagte Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) gestern in Mainz. Ziel sei, zunächst wieder Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen auf die Brücke zu lassen - also zum Beispiel auch Sprinter. „Ich kann im Moment keine Hoffnung machen, dass wir größere Lasten auf die Brücke nehmen können.“ Das könnte sich erst im Sommer 2016 ändern, wenn die Arbeiten an der Großbaustelle am Rhein fortgeschritten sind. Eine neue Hauptquerung des Rheins befindet sich schon länger in Bau.

Sperrung der Schiersteiner Brücke

Sperrung der Schiersteiner Brücke

Der Zeitplan steht unter dem Vorbehalt des Belastungstests. „Es werden Fahrzeuge - 3,5-Tonner zum Beispiel - langsam im Schritttempo die Strecke abfahren. Dann wird genau beobachtet: Wie verhalten sich die Risse?“, erklärte der technische Geschäftsführer des Landesbetriebs Mobilität, Bernd Hölzgen, den Ablauf. Zum Ärger vieler Pendler ist die Brücke seit einem Bauunfall am 10. Februar gesperrt. Ein Pfeiler an der vorgelagerten Brücke auf Mainzer Seite hatte sich gesenkt und zahlreiche Risse in dem Bauwerk hinterlassen. Sollte das hydraulische Anheben scheitern, könnte eine Notbrücke installiert werden. In Deutschland gibt es zehn Lager für Behelfsbrücken des Bundes, teilte die Autobahnmeisterei Gau-Bickelheim mit. Dort und bei Mönchengladbach liegen Teile zweier Behelfsbrücken, die rasch zusammengeschraubt werden können.

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare