Schießerei: Fünf Personen verletzt

Blutiger Hells Angels-Rockerstreit in Frankfurt

+
Ein Polizist untersucht eine durch Schüsse zerstörte Scheibe.

Frankfurt - Blutiger Rockerstreit der „Hells Angels“ im Bahnhofsviertel: Bei einer Schießerei, die sich am Taunustor in Frankfurt ereignete, sind fünf Personen verletzt worden.

Die Schießerei im Frankfurt Bahnhofsviertel passierte gestern um 23.45 Uhr. Vier Männer im Alter von 31, 32, 35 und 43 Jahren erlitten Schussverletzungen, die jedoch nicht lebensgefährlich sind. Ein 46-jähriger Mann wurde zudem am Oberarm verletzt. Die Schüsse fielen nach einer Auseinandersetzung. Die Kontrahenten gehörten den Hells Angels an, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Männer seien Mitglieder zweier unterschiedlicher Gruppen der Rocker-Vereinigung, sogenannter Charter - einer aus Gießen und die andere vermutlich aus Frankfurt. Zwei Frankfurter Charter hatte das hessische Innenministerium 2011 verboten. „Aber die Menschen gibt es ja noch“, sagte die Sprecherin.

Nach Rockerstreit: Bilder vom Tatort in Frankfurt

Wie viele Personen bei der Schießerei beteiligt waren, ist bisher nicht geklärt. „Es muss ein ganzer Pulk gewesen sein“, sagte eine Polizeisprecherin. Im Anschluss flüchteten die Beteiligten, auch die Verletzten, mit Fahrzeugen. Drei der vier Männer begaben sich in Krankenhäuser. Ein Weiterer wurde im Rahmen der Fahndung am Deutschherrnufer gefunden. Auch die Offenbacher Polizei beteiligte sich nach der Schießerei an der Fahndung. Jedoch ohne Erfolg. Es gab bislang keine Festnahmen. Auch eine Tatwaffe konnte noch nicht aufgefunden werden. Die Fahrzeuge der Rocker wurden jedoch sichergestellt. Die Ermittlungen gestalten sich nun schwierig, da die Opfer keine Aussagen bei der Polizei machen möchten und jegliche Kooperation verweigern. 

Lesen Sie dazu auch:

Polizei nimmt Schützen fest

600 Menschen bei Rocker-Beerdigung in Frankfurt

Mutmaßlicher Todesschütze schweigt weiter

Trauerfeier: Autos und Müllcontainer in Flammen

Mord in Frankfurt: Warum waren die Intensivtäter frei?

Mutmaßlicher Täter stellt sich der Polizei

Schießerei in Frankfurt: Ein Toter

Die umfangreiche Spurensicherung der Polizei dauert noch an. Es werden auch „unabhängige“ Zeugen der Tat gesucht. Diese melden sich bitte bei der Kiminalpolizei unter der Rufnummer 069/755-53111.

In Frankfurt kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Schießereien im Rockermilieu. Zuletzt (April) wurde ein 23 Jahre alter Mann durch mindestens zwei Schüsse im Bahnhofsviertel schwer verletzt. Zwei Wochen zuvor gab es eine tödliche Schießerei in einem Frankfurter Park. Ein Mann wurde dabei getötet, es gab zudem zwei Schwerverletzte. Der Täter, ein mutmaßlicher Drogendealer, stellte sich nach der Schießerei der Polizei.

Tödliche Schießerei in Frankfurt

Beerdigung nach Schießerei: Rocker trauern um ihr Mitglied

dr

Quelle: op-online.de

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion