Eklat bei Bürgerpreisverleihung

Prügel-Politiker: Schlägerei im Römer

Frankfurt - Schlägerei im Römer: Im Kaisersaal soll der ehemalige Oberbürgermeisterkandidat Carl Maria Schulte bei der Bürgerpreisverleihung den Protokollchef Karl-Heinz Voß angegriffen haben.

Ein Stadtsprecher bestätigte der Nachrichtenagentur dpa den Vorfall, der sich bereits vor einigen Wochen im Kaisersaal des Frankfurter Rathauses ereignet hatte. Bei der Ehrung des letzten Preisträgers soll der 60 Jahre alte Schulte nach Angaben der „Bild“-Zeitung den Frankfurter Protokollchef attackiert haben. Man habe den parteilosen Schulte nach der Attacke angezeigt und ein Hausverbot ausgesprochen.

Karlheinz Voß, der langjährige Protokollchef der Stadt, sei mit dem Kopf gegen das Instrument geschlagen und auf den Boden geknallt. Laut Stadt trug er Prellungen, blaue Flecken und Schrammen davon. Voß selbst war nicht zu erreichen.

Carl Maria Schulte bezeichnet sich als Bürgerrechtler und Politkünstler. Der Ex-Polizist hat 2012 als Oberbürgermeister kandidiert und wollte auch schon mal Bundespräsident werden. Laut Stadt hat er schon öfter öffentliche Veranstaltungen gestört, dränge ans Mikrofon oder wolle aufs Podium.

Im Kaisersaal habe der parteilose Politiker mit Zwischenrufen gestört, auf dem Klavier herumgeklimpert und die Tür zum Römer-Balkon geöffnet. Der Protokollchef habe ihn beruhigen und nach draußen geleiten wollen, sagte Stadtsprecher Thomas Scheben, der selbst nicht Zeuge des Vorfalls war. "Es ist nicht das erste Mal, dass sich jemand bei einer Preisverleihung daneben benimmt", sagte Scheben, "aber es ist das erste Mal, dass jemand gewalttätig wurde."

dpa/akr

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Quelle: op-online.de

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