Nacht der Museen: Schlaflos auch in Offenbach

Frankfurt - Frankfurts Kulturdezernent ist ehrlich: „Ich bin eine naturwissenschaftliche Flasche.“ Allerdings hegt er die Hoffnung, bald ein wenig mehr von der Materie zu verstehen - bei einem Besuch im neuen „Experiminta Science Center“ an der Hamburger Allee in Frankfurt, und zwar am besten während der „13. Nacht der Museen“. Von Sonja Thelen

Die findet statt am Samstag, 21. April, von 19 bis 2 Uhr in Frankfurt und Offenbach.

Etwa 50 Museen, Veranstaltungsorte und Galerien öffnen sich in dieser Nacht dem Publikum, laden zu Aktionen ein und zeigen sich von einer anderen, überraschenden Seite. Die „Nacht der Museen“ biete den Bürgern eine außergewöhnliche Gelegenheit, „sich der Kulturstadt Frankfurt zuzuwenden“, so der Dezernent. Im Fokus stehe vor allem das Museumsufer, „wo sich auch bekannte Orte in neuem Gewand“ präsentierten, hob Semmelroth hervor. Wie das „neue Städel“ mit seinem Erweiterungsbau. Mit von der Partie auf der nächtlichen Museumstour sind auch wieder das „Bibelhaus Erlebnis Museum“, das komplett umgestaltet worden ist, und das Deutsche Filmmuseum, das sich seit dem Umbau „großzügiger, offener und einladender“ darstellt, so der Dezernent.

„Charly, the Bestseller“ im Mittelpunkt

Die Menschen seien neugierig auf das neue Filmmuseum, berichtete Leiterin Claudia Dillmann. 170.000 Besucher seien seit der Wiederöffnung gekommen. Bei der „Nacht der Museen“ stehe die aktuelle Schau „Charly, the Bestseller“ im Mittelpunkt. Zudem werden klassische Stummfilme gezeigt.

Erstmals macht auch der „Jazzkeller“ mit bei der Museumsnacht. Außerdem beteiligt sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels erstmals an dem gigantischen Kulturevent, der zwischen 30.000 und 40.000 Interessierte anlocken soll. Die Kulturinstitutionen bieten neben den Dauerausstellungen spezielle Programme an. Auf dem Main schwimmt das Luminale-Boot - ein ausgedientes Container-Schiff - mit einer Licht- und Klanginstallation.

„Kettensägenmassaker“ erfährt neue Bedeutung

Derweil erfährt der Begriff „Kettensägenmassaker“ in Offenbach eine neue Bedeutung. Wie der Leiter des Forums Kultur und Sport, Ralph Philipp Ziegler, berichtete, zerlegt auf dem Vorplatz des Ledermuseums John Anthony Jeanpierre die Großskulptur „Folie Gargantuine“ von Michel Raimbaud mit der Motorsäge in handliche Kunststücke, die für 40 Euro zu haben sind. Im Innern des Museums werde das Luxus-Accessoire Handtasche „glamourös“ in Szene gesetzt, so Ziegler. Im Rahmen des Projekts „achtzehn:52 - Hbf Alive“ wandelt sich der Offenbacher Hauptbahnhof in eine Galerie mit Strandatmosphäre. Im Haus der Stadtgeschichte zeichnet die Manga-Künstlerin Christina Plaka live.

Der Eintritt zu allen Museen kostet zwölf Euro. Dieses Ticket gilt ebenso für den Shuttle-Bus. Weitere Informationen: www.nacht-der-museen.de.

Quelle: op-online.de

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