Schleuserbande hochgenommen

Frankfurt - Bei einer Razzia gegen eine mutmaßliche Schleuserbande haben Fahnder fünf Wohnungen durchsucht und  Ausweise sowie Blankorezepte beschlagnahmt. Die Verdächtigen sollen seit April in acht Fällen Afghanen gegen Geld mit falschen Papieren nach Deutschland gebracht haben.

Dazu gehörten auch ein 14-jähriger Junge sowie zwei ein- und sechsjährige Kinder, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Die mutmaßlichen Schleuser hätten pro Erwachsenem 12.000 Euro verlangt, bei Kindern die Hälfte. Mit deutschen Ausweisen von Menschen afghanischer Abstammung betrieben sie laut Polizei einen regen Handel - zum Stückpreis von 2000 Euro.

Zwei mutmaßliche Schleuser wurden bei dem Versuch festgenommen, eine junge Afghanin mit ihrem Säugling und ihrem sechsjährigen Sohn über Istanbul und Amsterdam nach Deutschland zu bringen. Bei der Razzia in der vergangenen Woche entdeckten die Fahnder neben verschiedenen Ausweisen auch Passbilder von Menschen, die womöglich erst noch nach Deutschland gebracht werden sollten. Eher nebenbei fielen den Fahndern eine große Anzahl von Testosteron-Injektionen sowie Blankorezepte für Medikamente in die Hände. Da die Mehrzahl der Bandenmitglieder opiatabhängig sei, seien die Rezepte vermutlich zur illegalen Beschaffung eines Schmerzmittels genutzt worden, hieß es.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Christoph Ehleben/pixelio.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare