Einblick in Unternehmens-Sammlungen

„Kunst privat!“: Schlummernde Schätze

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Intime Einblicke und spektakuläre Ausblicke sind bei „Kunst Privat!“ gleichermaßen Programm - wie hier im Frankfurter Opernturm.

Frankfurt - Zum elften Mal öffnen Firmen ihre Sammlungen für die Öffentlichkeit. 34 Unternehmen aus ganz Hessen beteiligen sich am 20. und 21. Juni an der Ausstellung „Kunst privat!“. Von Sonja Achenbach 

Wer im 38. Stock eines der Hochhäuser der DZ Bank aus dem Fahrstuhl steigt, der braucht wahrscheinlich erstmal einen Augenblick, um die rasante Fahrt zu verdauen. „Meistens warne ich die Besucher. Der Aufzug fährt immerhin 40 Stundenkilometer schnell“, erzählt Janina Vitale. Die Kuratorin hat die Ausstellung mit Fotografien aus der großen Sammlung der DZ Bank in luftiger Höhe konzipiert und die atemberaubende Aussicht gleich mit eingebaut.

Das Geldinstitut am Frankfurter Platz der Republik ist eine von 34 hessischen Firmen, die sich an der elften Ausgabe von „Kunst privat!“ am 20. und 21, Juni beteiligen. Besucher sind an diesem Wochenende gern gesehen, sie müssen sich aber zuvor telefonisch, per E-Mail oder Fax bei dem jeweiligen Unternehmen oder über das Internet unter www.kunstprivat.info angemeldet haben. In Frankfurt öffnen mehrheitlich Banken ihre Sammlungen für die Öffentlichkeit. Neben der Commerzbank sind auch die Zentrale der Deutschen Bundesbank, die Landesbank Hessen-Thüringen und die Europäische Zentralbank dabei. Bei der „UBS Art Collection“ im Opernturm können Interessierte sich für vier Führungen durch die Ausstellung anmelden. Mit 40.000 Gemälden, Fotografien, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen und Werken der Videokunst gehört die UBS-Kollektion zu den weltweit wichtigsten Firmensammlungen zeitgenössischer Kunst.

Kollektive und individuelle Identität

In der Stadt Offenbach öffnet die Kanzlei Knolle Societät ihre Sammlung. Die Arbeiten der Ausstellung beschäftigen sich unter anderem mit Fragen der kollektiver und individueller Identität und der Bedeutung von Kunst in gesellschaftlichem Kontext. In Mühlheim lädt das Sattler Kunststoffwerk ein. Die Ausstellung mit dem Titel „Im Atelier“ ist in den stillgelegten Schalträumen des Transformatorenhauses zu finden. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien aus drei Jahrhunderten werden dort zu sehen sein. In Hanau öffnen zwei Unternehmen die Türen zu ihren Sammlungen. Zum fünften Mal ist Evonik Industries in Hanau-Wolfgang dabei. Ein großer Teil der Sammlung hat einen engen Bezug zur Stadt. In der Zimmergalerie Franck können Besucher zudem 70 Papierarbeiten aus den Beständen und Gästebüchern entdecken. Die Hanauer Kanzlei Nickel/Eiding zeigt eine Sammlung mit dem Titel „Unangepasst. Nischenkünstler in der ehemaligen DDR.“ Daneben ist die Ausstellung „Konkret – Konstruktiv – Op-Art“ mit Werken von internationalen Künstlern zu sehen.

Anmeldung bis 17. Juni unter www.kunstprivat.info oder bei den Unternehmen. Die Führungen sind kostenlos.

Quelle: op-online.de

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