Schmuggelzigaretten-Bande geschnappt

Frankfurt - Einen dicken Brocken Zigaretten haben hessiche Zollfahnder im fränkischen Alzenau an Land gezogen. In der Lagerhalle haben sie mehr als sieben Millionen Schmuggelzigaretten sichergestellt.

Hessische Zollfahnder haben eine Lagerhalle im fränkischen Alzenau gestürmt und mehr als sieben Millionen Schmuggelzigaretten sichergestellt. Acht Verdächtige wurden bei der Razzia am Montag vorläufig festgenommen, sieben von ihnen beim Entladen der Ware. Der mutmaßliche Drahtzieher und Kopf der Bande, ein 38 Jähriger, wurde in seinem Haus in Marburg festgenommen. „Da haben wir einen dicken Brocken an Land gezogen. Wir gehen von einem Tatumfang von insgesamt mindestens 40 Millionen Zigaretten sowie hinterzogenen Steuern in Höhe von etwa 7,5 Millionen Euro aus“, sagte der Sprecher der Frankfurter Zollfahndung, Hans-Jürgen Schmidt, am Dienstag.

Zollfahnder haben mehr als sieben Millionen  Schmuggelzigaretten sichergestellt.

Bereits seit einem Jahr waren die Kasseler Zollfahnder den Schmugglern  auf der Spur. Gegen den 38 Jahre alten mutmaßlichen Kopf der Bande, seinen 42 Jahre alten Schwager aus Marburg und einen 26-Jährigen aus dem mittelhessischen Ebsdorfergrund, lagen Haftbefehle vor. Die drei und ein 39 Jahre alter Litauer sollten noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden, die anderen vier Helfer wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Im Falle der Verurteilung erwartet die Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Dazu kommen Steuernachforderungen. Um diese Forderungen abzusichern, pfändeten die Ermittler mehrere Konten und eine Lebensversicherung; außerdem nahmen sie Grundschuldeintragungen auf Häuser der Verdächtigen vor. 24200 Euro und zwei Autos wurden sichergestellt. Nachdem im vergangen Jahr in zwei Lagerhallen in Dautphetal zwölf Millionen unversteuerte Zigaretten sichergestellt worden waren, kamen die Ermittler auf die Spur der Männer aus Marburg. Als das Lager in Alzenau lokalisiert war und eine neue Lieferung eintraf, griffen die Fahnder zu. Beteiligt waren mehr als zwei Dutzend Beamte der Zollfahndung Frankfurt und des Hauptzollamtes Darmstadt. 

dpa

Quelle: op-online.de

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