Rentsch wirbt für Fluglärm-Kompromiss

Fluglärm: Schneller Schutz

Wiesbaden - Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) hat Rheinland-Pfalz und Brandenburg zu einer schnellen Einigung im Streit um mehr Schutz vor Fluglärm aufgefordert.

Ziel müsse es sein, dass der Bundestag die Reform des Luftverkehrsgesetzes noch in diesem Jahr beschließt, schreibt Rentsch seinen sozialdemokratischen Amtskollegen Roger Lewentz (Rheinland-Pfalz) und Jörg Vogelsänger (Brandenburg) in Briefen, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen. Dies sei aber wegen der Abläufe im Bundesrat nur möglich, wenn sich die drei Länder bis Mitte April auf eine Reform einigen würden.

Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg hatten Anfang März jeweils eigene Vorschläge für mehr Fluglärmschutz im Bundesrat eingebracht. Ziel aller Initiativen ist es, dem Lärmschutz bei Routenplanung und Flugbetrieb mehr Gewicht beizumessen. In Einzelfragen hatten die drei Länder aber unterschiedliche Vorschläge gemacht.

Bei seinen Amtskollegen wirbt Rentsch nun für einen Kompromissvorschlag Hessens. Dieser übernimmt aus dem rheinland-pfälzischen Entwurf Beschränkungen für Kunstflüge und aus Brandenburg die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Routenplanung. Anzustreben sei eine Einigung bis zur Sitzung des Verkehrsausschusses des Bundesrates am 17. April, erklärte Rentsch und bot Gespräche an.

dpa

Quelle: op-online.de

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