Schranken an U-Bahntrasse?

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31 Tote sind seit der Eröffnung der Strecke im Jahre 1968 zu beklagen. Fast alle Opfer hatten die an den Übergängen angebrachten Ampeln ignoriert.

Frankfurt ‐ Vor einer Woche kam es erneut zu einem tödlichen Unfall auf der Eschersheimer Landstraße in Frankfurt. Eine 54-jährige Frau geriet, als sie an der Station Lindenbaum die Gleise der dort überirdisch verlaufenden U-Bahn überqueren wollte, unter einen Zug und starb. Von Michael Eschenauer

31 Tote sind seit der Eröffnung der Strecke im Jahre 1968 zu beklagen. Fast alle Opfer hatten die an den Übergängen angebrachten Ampeln ignoriert. Auch heute versuchen viele, Zeit zu sparen, indem sie weder auf die Ampeln an der Bahntrasse noch auf die an der Straße achten. Nur einen Tag nach dem Unfall lag eine alte Idee auf dem Tisch: Die FDP forderte einen U-Bahntunnel unter der stark befahrenen Pendler-Schneise, die mitten durch dicht besiedelte Wohngebiete geht. Aber es gibt auch andere Vorschläge. So denken die Lokalpolitiker darüber nach, an den Übergängen für Fußgänger Schranken aufzubauen. Dann wäre das verkehrswidrige Überqueren der Schienen bei Rot schwieriger. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Helmut Heuser, sprach von einer positiven Resonanz im Ausschuss.

Wenig Erfolg verspricht sich die CDU von einem Tempolimit von 30 Stundenkilometern für die U-Bahn an der Stelle. Dies mindere die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs. Den FDP-Tunnelvorschlag nannte Heuser Populismus. Der Tunnel würde 300 Millionen Euro kosten, dieses Geld sei nicht da.

Quelle: op-online.de

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