Grundschüler demonstrieren gegen Fluglärm

Frankfurt - Grundschüler und ihre Eltern haben heute gegen Fluglärm und seine Folgen für den Unterricht demonstriert. Die Schüler ließen beim Protest Flieger aus dem Turm der Sachsenhäuser Bergkirche schweben.

Mit 5000 Papierfliegern haben Eltern und Kinder von Frankfurter Grundschulen und Kindergärten gegen den Fluglärm des Rhein-Main-Airports demonstriert. Nach einer Protestveranstaltung ließen sie die Flieger aus dem Turm der Sachsenhäuser Bergkirche schweben.

„Diese Flieger gleiten eher, die da oben lassen Kerosin raus und sind laut“, sagte der neunjährige Leonard, der die dritte Klasse der Martin-Buber-Schule besucht. Die Flieger sollten anschließend aufgesammelt und an das hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium übergeben werden, sagte die Elternbeiratsvorsitzende der Schule, Sabine La Rocca.

Martin-Buber-Schule besonders vom Fluglärm betroffen

Die Martin-Buber-Schule sei besonders vom Fluglärm betroffen, sagte eine Mutter, deren Sohn die Grundschule besucht. Die Maschinen flögen wahnsinnig dicht über das Gebäude. Nicht nur der Lärm sei unerträglich, auch der Kerosinausstoß mache ihr Sorgen: „Die Flugzeuge haben ja keine grüne Plakette.“

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Auch die Kita St. Aposteln machte sich gegen den Fluglärm stark. Dieser sei nicht auszuhalten, schimpfte eine Mutter. Klein beigeben wolle sie nicht. „Wir waren ja vor dieser blöden Landebahn da.“ Nach Polizeiangaben nahmen 1000 Menschen an der Demonstration teil. Der Protest richtet sich vor allem gegen die neue Nordwest-Landebahn, die seit der Inbetriebnahme im Oktober für anhaltende Proteste sorgt.

Kinder können sich nicht auf den Unterricht konzentrieren

„Die Situation ist nicht tragbar. Wir hoffen, dass wir etwas erreichen“, sagte La Rocca. „Die Flugzeuge sind so laut, dass die Kinder sich weder beim Diktat noch sonst auf den Unterricht konzentrieren können.“ Die Fenster des containerähnlich errichteten Gebäudes für die 220 Grundschüler im Stadtteil Sachsenhausen müssten wegen des Lärms immer geschlossen bleiben.

dpa

Quelle: op-online.de

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