Cannabis-Konsum steigt

Schüler trinken und rauchen weniger

Frankfurt - Die Schüler in Frankfurt trinken weniger Alkohol und rauchen weniger Zigaretten - dafür steigt ihr Cannabis-Konsum weiter.

Das sind einige Ergebnisse der Drogentrendstudie MoSyD 2014, die von der Frankfurter Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), dem Drogenreferat Frankfurt und dem Centre for Drug Research vorgestellt wurde.

Von den befragten Schülern gaben demnach 15 Prozent an, von einer oder mehreren Drogen abhängig zu sein. Die bevorzugte Droge der Schüler war Alkohol, wie 16 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent) angaben. Auf Platz zwei folgte erstmals Cannabis (11 Prozent/Vorjahr: 7 Prozent), das die Zigarette (7 Prozent/Vorjahr: 10 Prozent) überholte.

Der regelmäßige Konsum von Alkohol und Zigaretten sei wie schon im Vorjahr weiter gesunken und auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen 2002, hieß es. Alkohol sei zwar „wie in sämtlichen Vorjahren die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz“, der Bedeutungsrückgang setze sich allerdings fort. 7 Prozent der Schüler gaben an, im Monat zuvor mindestens zehnmal Alkohol getrunken zu haben, 2002 waren es 18 Prozent.

Für Zigaretten ist nach Angaben der Studie ein ähnlicher Trend erkennbar. Während 2002 noch ein Viertel der Schüler angab, in den letzten 30 Tagen mehr als fünf Zigaretten täglich geraucht zu haben, waren es im vergangenen Jahr nur noch neun Prozent. Mindestens zehnmal im Monat zuvor hatten neun Prozent der Befragten Cannabis konsumiert - der Höchststand seit 2002.

Etwa die Hälfte der Befragten gab an, Erfahrungen mit sogenannten E-Produkten zu haben. Hierzu zählen elektrische Zigaretten und die E-Shishas. „Harte Drogen“ wie Kokain, Heroin oder Ecstasy hätten zehn Prozent der Schüler mindestens einmal im Leben ausprobiert, im Jahr zuvor waren es noch acht Prozent gewesen.

Das Centre for Drug Research der Frankfurter Universität befragt im Auftrag des städtischen Drogenreferats seit 13 Jahren Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Im Jahr 2014 nahmen 1555 Schüler von 28 Schulen teil.

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dpa

Quelle: op-online.de

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