Bildungsgipfel

Schulfrieden in Hessen nicht in Sicht

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Wiesbaden - Der von der Landesregierung angestrebte Schulfrieden in Hessen ist weiter nicht in Sicht.

Bei den hart umkämpften Streitthemen Ganztagsschule, Inklusion und der künftigen Schulstruktur zeichnet sich auch nach dem dritten und vorletzten Bildungsgipfel keine entscheidende Annäherung ab. Während Kultusminister Alexander Lorz (CDU) seine Erwartungshaltung am Freitag bereits zurückschraubte und ein Konsenspapier aller Arbeitsgruppen nicht mehr für zwingend erforderlich hielt, hagelte es von der Opposition und Verbänden harsche Kritik wegen der vielen noch offenen Fragen.

Da bei den strittigen Themen noch kein Durchbruch in Sicht sei, wäre es schon hilfreich, wenn die Arbeitsgruppen zum Abschluss der Expertenrunde die Knackpunkte benennen, bei denen Entscheidungen gefällt werden und die Teilnehmer über ihren Schatten springen müssen, erklärte Lorz. Die Diskussionen auf dem Gipfel seien sehr intensiv und kontrovers gewesen und hätten viele Emotionen freigesetzt. Trotz guter Zwischenstände einiger Arbeitsgruppen gebe es noch viele Ergänzungswünsche.

SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel äußerte sich tief enttäuscht von dem Gipfeltreffen. In allen zentralen Fragen zur Verbesserung des Schulsystems gebe es noch immer keine Ergebnisse. „Bei den großen Brocken sind wir keinen Schritt weiter gekommen.“ Bis Mitte Juni will der Kultusminister eine Gesamtübersicht über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen haben. Bei der letzten Sitzung des Bildungsgipfels am 17. Juli sollen dann die erarbeiteten Leitlinien für die künftige Schulpolitik in Hessen präsentiert werden.

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dpa

Quelle: op-online.de

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