Raupenplage

Schutz für Kitas und Schulen

Offenbach - Überall in der Region geht es dem Eichenprozessionsspinner an den Kragen. Die Vorgehensweise einzelner Kommunen im Überblick: Von Peter Schulte-Holtey und Heiko Wiegand

Offenbach: Dort will man vor allem die Menschen rings um öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, auf deren Gelände Eichen stehen, schützen. In diesem Jahr wurden präventiv die Eichenbestände der öffentlichen Kitas, Schulen, Altentagesstätten, Sportanlagen und Friedhöfe besprüht, Mitte Mai war der Bereich um das Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe dran. Und am Freitagnachmittag kontrollierten fünf Industriekletterer im Kletterpark im Leonhard-Eisner-Park jede einzelne Eiche. Das Ergebnis: An 27 Bäumen wurde ein Befall festgestellt, das größte Nest hatte die Größe eines Fußballs. Die Spezialisten hatten also alle Hände voll zu tun, um den Besuchern über Pfingsten ein gesundheitlich unbedenkliches Klettern zu ermöglichen.

Hanau: Anfang Mai wurden überall in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen gefährdete Bäume von einer Fachfirma eingenebelt. „Vor allem in der Nähe oder auf Kita-Grundstücken sowie an Schulen und auf Spielplätzen haben wir die Eichen vorbeugend einsprühen lassen“, erläuterte Stadtsprecherin Güzin Langner.

Dietzenbach: In der Kreisstadt wurde dieser Tage im Kassenbereich des Waldstadions der Bestand abgesaugt. Allerdings: Für Prophylaxe-Spray will die Dietzenbacher Stadtverwaltung dieses Jahr kein Geld ausgeben. Man begnügt sich damit, die Eichenbestände in nächster Zeit genau unter die Lupe zu nehmen.

Obertshausen: Nach Angaben von Peter Kleinschmitt von der Stadtverwaltung wird seit drei Jahren gegen die Schädlinge vorgegangen. „Die breiten sich immer weiter aus. Wie groß der Befall ist, hängt vom Wetter im Frühjahr ab. Kalt und nass - das mögen sie nicht.“ In diesem Jahr sind die Bereiche Waldpark, Sportzentrum, Friedhof und die Grünanlage am Bürgerhaus/Piuskirche betroffen.

Frankfurt: Ende April hatte ein Hubschrauber 270 Hektar Stadtwald überflogen und die Eichenkronen mit einem biologischen Insektizid besprüht. Zudem lässt das Frankfurter Grünflächenamt derzeit etwa 2 400 Eichen an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen sowie insbesondere auf Schulhöfen und an Kindertagesstätten mit Sprühlanzen vom Boden aus behandeln.

Quelle: op-online.de

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