Zoll meldet aber höhere Schadenssumme

Schwarzarbeit: Rückgang in der Region registriert

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Offenbach/Frankfurt - Der Zoll hat für 2013 weniger Schwarzarbeit in der Region verzeichnet. Er ist in Deutschland für die Kontrollen zuständig. Während Stadt und Kreis Offenbach in die Zuständigkeit des Hauptzollamtes Darmstadt gehören, kümmert sich das Hauptzollamt in Frankfurt um das Stadtgebiet der Mainmetropole. Von Sonja Achenbach

 „Uns liegen lediglich Zahlen für den gesamten Bezirk vor. Für Stadt und Kreis Offenbach können wir nichts herausfiltern“, teilte Kirsten Jung, Sprecherin des Hauptzollamtes Darmstadt, mit. Zum Bezirk zählen neben Darmstadt auch Hanau, Wiesbaden und Bensheim.

150 Ermittler waren 2013 bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit tätig. Sie haben nach Auskunft des Hauptzollamts Darmstadt fast 11 590 Personen und 1 497 Arbeitgeber überprüft. Auf Basis dieser Informationen wurden mehr als 1770 Strafverfahren eingeleitet. 1 883 Verfahren wurden abgeschlossen. In Strafbefehlen und Urteilen kamen Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 600.000 Euro zusammen, wie es hieß. 2013 sind Freiheitsstrafen von insgesamt mehr als 37 Jahren verhängt worden. Über 1 250 Bußgeldverfahren sind eingeleitet, fast 1 350 abgeschlossen worden. Die Geldbußen erreichten eine Höhe von 800.000 Euro. Damit sind alle Zahlen im Vergleich zu 2012 gesunken. Auffällig: Die Schadenssumme ist, wie aus der Statistik des Zollamtes hervorgeht, von 24,5 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro gestiegen.

Für das Stadtgebiet Frankfurt seien 61 Ermittler bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zuständig, erklärte eine Sprecherin. 2013 haben sie 4 110 Personen überprüft, von denen 2 270 in mindestlohnpflichtigen Bereichen tätig waren. Etwa 400 Straf- und 152 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. Es sind Schäden im Umfang von mehr als sieben Millionen Euro festgestellt worden.

Quelle: op-online.de

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